Bauwelt

Hinter den Kulissen

Christ & Gantenbein zeigen in der Architektur Galerie Berlin zehn ausgewählte Architekturmodelle aus 25 Jahren Gestaltungspraxis und würdigen damit den analogen Entwurfsprozess.

Text: Christen, Marou, Berlin

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Hinter den Kulissen

Christ & Gantenbein zeigen in der Architektur Galerie Berlin zehn ausgewählte Architekturmodelle aus 25 Jahren Gestaltungspraxis und würdigen damit den analogen Entwurfsprozess.

Text: Christen, Marou, Berlin

Architekturmodelle vermitteln einen Eindruck von der später gebauten Realität und gehören damit zu den wesentlichen Gestaltungs- und Darstellungsmitteln in der Architektur. Dabei dienen sie nicht nur der Kommunikation der Entwurfsidee, sondern bieten gleichzeitig die Möglichkeit, Entwurfsentscheidungen im Raum zu überprüfen. Maßstab, Materialien und Detailierungsgrad werden dabei in Abhängigkeit von der Bauaufgabe, der Entwurfsphase und dem Modelltyp gewählt.
Mit einer bunten Mischung gibt die Ausstellung „Christ & Gantenbein 10 Models“ einen Einblick in die vielfältige Welt des Architekturmodells. Neben sieben dreidimensionalen Objekten sind auch drei großformatige Modellfotografien von Stefano Graziani zu sehen. Zusammen bilden sie einen Querschnitt durch das bisherige Werk des Schweizer Architekturbüros Christ & Gantenbein. Aufgenommen wurden die Fotografien im büroeigenen Archiv. Von dort stammt auch ein Großteil der physischen Modelle. Nur das jüngste Objekt, ein Arbeitsmodell vom Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museum und der Fondation Corboud in Köln im Maßstab 1 : 50, wurde für die Ausstellung kurzerhand aus der Werkstatt entführt und in der Architektur Galerie Berlin brühwarm aufgetischt.
Abgesehen von einem knappen Begleitheft, das auf je einer DIN-A4-Seite über die Eckdaten der Projekte informiert und Grundrisse und Schnitte zeigt, bleiben die Exponate unkommentiert. Besucherinnen und Besucher sind dazu eingeladen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der realen und fotografierten Modelle individuell zu erkunden. Der Besuch lohnt sich auch ohne einen fachlichen Hintergrund. Als dreidimensionale Skizzen bieten die Modelle einen niedrigschwelligen Zugang zum jeweiligen Projekt. Entscheidend ist dabei der richtige Grad an Abstraktion: Ein gutes Architekturmodel – wie eine gute Ausstellung auch – lenkt den Blick auf das Wesentliche und bringt die Entwurfsidee auf den Punkt.
„Christ & Gantenbein 10 Models“ gelingt mit einem erfrischend ehrlichen Blick hinter die Kulissen der Entwurfsarbeit eine nachvollziehbare Antwort auf die Frage, warum das physische Architekturmodell auch in Zeiten der Digitalisierung unverzichtbar bleibt.
Im September erscheint die Monografie „Christ & Gantenbein: Projects I-III“, die das bisherige Schaffen der Architekten in insgesamt drei Bänden dokumentiert.
Christ & Gantenbein 10 Models
Noch bis 27. April
in der Architektur Galerie Berlin
Karl-Marx-Allee 96


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