Holzmodulschulen in Frankfurt und Berlin


Erst eine Schule in Frankfurt am Main, dann eine weitere. Anschließend drei neue Schulen in Berlin, mindestens zehn Schulergän­zungen sollen folgen, bis zu 32 könnten es werden. Die Holzmodulschule von NKBAK Architekten hat sich zu einer Serie entwickelt. Wird jetzt ein Typenbau daraus? Zeit für eine kleine Chronik


Text: Friedrich, Jan, Berlin


    Modul-Montage für die ISS Mahlsdorf in einer Indus­triehalle in Köpenick, die der Holzbauer Kaufmann Bausysteme zur Fertigung der Berliner Schulen mietete.
    Foto: Thomas Mayer

    Modul-Montage für die ISS Mahlsdorf in einer Indus­triehalle in Köpenick, die der Holzbauer Kaufmann Bausysteme zur Fertigung der Berliner Schulen mietete.

    Foto: Thomas Mayer

    Die Module für die beiden Frankfurter Schulen – hier die Baustelle der IGS Kalbach-Riedberg – ...
    Foto: Thomas Mayer

    Die Module für die beiden Frankfurter Schulen – hier die Baustelle der IGS Kalbach-Riedberg – ...

    Foto: Thomas Mayer

    ... hatte die Holzbaufirma noch in ihrer eigenen Fertigungshalle in der Steiermark montiert.
    Foto: Thomas Mayer

    ... hatte die Holzbaufirma noch in ihrer eigenen Fertigungshalle in der Steiermark montiert.

    Foto: Thomas Mayer

    Europäische Schule Frankfurt am Main Der 2015 fertiggestellte Erweiterungsbau war die erste Schule, die NKBAK Architekten zusammen mit Kaufmann Bausysteme aus Vorarlberg aus hölzernen Raummodulen entwickelten.
    Foto: Thomas Mayer

    Europäische Schule Frankfurt am Main Der 2015 fertiggestellte Erweiterungsbau war die erste Schule, die NKBAK Architekten zusammen mit Kaufmann Bausysteme aus Vorarlberg aus hölzernen Raummodulen entwickelten.

    Foto: Thomas Mayer

    Die neue Bleibe für zehn Kindergartenklassen und sieben Primarschulklassen war bald schon wieder zu klein, bereits 2018 wurde das Haus um den kurzen Flügel im Norden verlängert, jetzt bietet es Platz für 16 Primarschulklassen.
    Foto: Thomas Mayer

    Die neue Bleibe für zehn Kindergartenklassen und sieben Primarschulklassen war bald schon wieder zu klein, bereits 2018 wurde das Haus um den kurzen Flügel im Norden verlängert, jetzt bietet es Platz für 16 Primarschulklassen.

    Foto: Thomas Mayer

    Da das Baugrundstück in einem seit langem im B-Plan eingetragenen Vorhaltegebiet für eine Umgehungsstraße liegt, ist die Schule bis heute offiziell ein temporäres Gebäude.
    Foto: Thomas Mayer

    Da das Baugrundstück in einem seit langem im B-Plan eingetragenen Vorhaltegebiet für eine Umgehungsstraße liegt, ist die Schule bis heute offiziell ein temporäres Gebäude.

    Foto: Thomas Mayer

    Die Genehmigung läuft in diesem Jahr aus, eine Verlängerung, der mit Sicherheit zugestimmt wird, ist beantragt. In der Europäischen Schule sind die Klassenräume quadratisch (9 x 9 Meter).
    Foto: Thomas Mayer

    Die Genehmigung läuft in diesem Jahr aus, eine Verlängerung, der mit Sicherheit zugestimmt wird, ist beantragt. In der Europäischen Schule sind die Klassenräume quadratisch (9 x 9 Meter).

    Foto: Thomas Mayer

    Die Art, wie die Holzoberflächen im Gebäudeinnern behandelt werden – einschließlich der grellbunt eingefärbten Treppenhäuser – haben die Architekten bei allen Nachfolgeprojekten übernommen.
    Foto: Thomas Mayer

    Die Art, wie die Holzoberflächen im Gebäudeinnern behandelt werden – einschließlich der grellbunt eingefärbten Treppenhäuser – haben die Architekten bei allen Nachfolgeprojekten übernommen.

    Foto: Thomas Mayer

    IGS Kalbach-Riedberg, Frankfurt am Main Das 2017 fertiggestellte Schulhaus wurde ursprünglich nur als Übergangsquartier für die Integrierte Gesamtschule Kalbach-Riedberg gebaut.
    Foto: Thomas Mayer

    IGS Kalbach-Riedberg, Frankfurt am Main Das 2017 fertiggestellte Schulhaus wurde ursprünglich nur als Übergangsquartier für die Integrierte Gesamtschule Kalbach-Riedberg gebaut.

    Foto: Thomas Mayer

    Das anfänglich nur aus dem Riegel im Norden des Grundstücks bestehende Schulhaus ist inzwischen mit zwei Flügeln, im Westen und im Süden, erweitert worden. Seither ist die Schule auch kein temporäres Gebäude mehr, sondern hat eine dauerhafte Baugenehmigung.
    Foto: Thomas Mayer

    Das anfänglich nur aus dem Riegel im Norden des Grundstücks bestehende Schulhaus ist inzwischen mit zwei Flügeln, im Westen und im Süden, erweitert worden. Seither ist die Schule auch kein temporäres Gebäude mehr, sondern hat eine dauerhafte Baugenehmigung.

    Foto: Thomas Mayer

    Im Innern des Hauses ist die Verwandtschaft zur Europäischen Schule nicht zu übersehen, auch wenn die Klassenräume hier mit nur 60 Quadratmetern um einiges kleiner sind. Von außen ist die Wirkung des Gebäudes durch die Fassade aus Douglasie aber eine völlig andere.
    Foto: Thomas Mayer

    Im Innern des Hauses ist die Verwandtschaft zur Europäischen Schule nicht zu übersehen, auch wenn die Klassenräume hier mit nur 60 Quadratmetern um einiges kleiner sind. Von außen ist die Wirkung des Gebäudes durch die Fassade aus Douglasie aber eine völlig andere.

    Foto: Thomas Mayer

    ISS Mahlsdorf, Berlin Die Integrierte Sekundarschule Mahlsdorf ist anders als die Frankfurter Projekte von Anfang ein dauerhaftes Gebäude und mit ihren 9360 Quadratmetern Bruttogeschossfläche auch ungleich größer. Foto: Thomas Mayer

    ISS Mahlsdorf, Berlin Die Integrierte Sekundarschule Mahlsdorf ist anders als die Frankfurter Projekte von Anfang ein dauerhaftes Gebäude und mit ihren 9360 Quadratmetern Bruttogeschossfläche auch ungleich größer.

    Foto: Thomas Mayer

    Das Spiel in der Fassade mit den unterschiedlich geteilten Fenstern ist nicht entworfen, sondern ergibt sich aus der Notwendigkeit, horizontale Flügel für die Zwangslüftung der Räume zu integrieren.
    Foto: Thomas Mayer

    Das Spiel in der Fassade mit den unterschiedlich geteilten Fenstern ist nicht entworfen, sondern ergibt sich aus der Notwendigkeit, horizontale Flügel für die Zwangslüftung der Räume zu integrieren.

    Foto: Thomas Mayer

    Die 73 Quadratmeter großen Standardklassenräume sind wieder quadratisch. Wegen der Größe der Schule findet sich hier neben den wiederkehrenden farbigen Treppenhäusern eine zusätzliche offene Treppe, die der Schule eine eindeutige Mitte gibt.
    Foto: Thomas Mayer

    Die 73 Quadratmeter großen Standardklassenräume sind wieder quadratisch. Wegen der Größe der Schule findet sich hier neben den wiederkehrenden farbigen Treppenhäusern eine zusätzliche offene Treppe, die der Schule eine eindeutige Mitte gibt.

    Foto: Thomas Mayer

    Da zum Zeitpunkt des Auftrags das offizielle Berliner Raumprogramm für eine Compartmentschule noch nicht fertig war, folgt die Grundrissorganisation weitgehend einer klassischen Flurschule.
    Foto: Thomas Mayer

    Da zum Zeitpunkt des Auftrags das offizielle Berliner Raumprogramm für eine Compartmentschule noch nicht fertig war, folgt die Grundrissorganisation weitgehend einer klassischen Flurschule.

    Foto: Thomas Mayer

    Ansätze von flexibel nutzbaren Gemeinschaftsflächen bieten die grellbunten Lounges am Ende jedes Flurs.
    Foto: Thomas Mayer

    Ansätze von flexibel nutzbaren Gemeinschaftsflächen bieten die grellbunten Lounges am Ende jedes Flurs.

    Foto: Thomas Mayer

    Grundschule Konrad-Wolf-Straße, Berlin Die Schule ist eine 3-zügige Grundschule, die in Berlin sechs Jahrgänge umfasst, mit Klassenräumen, Werk- und Kunsträumen sowie einer Lehrküche. Foto: Thomas MayerFoto: Thomas Mayer

    Grundschule Konrad-Wolf-Straße, Berlin Die Schule ist eine 3-zügige Grundschule, die in Berlin sechs Jahrgänge umfasst, mit Klassenräumen, Werk- und Kunsträumen sowie einer Lehrküche.

    Foto: Thomas MayerFoto: Thomas Mayer

    Außerdem wurden neben den Schulhäusern jeweils Sporthallen neu errichtet (derselbe Typus, den die Architekten für die Mahlsdorfer Schule entwickelt haben).
    Foto: Thomas Mayer

    Außerdem wurden neben den Schulhäusern jeweils Sporthallen neu errichtet (derselbe Typus, den die Architekten für die Mahlsdorfer Schule entwickelt haben).

    Foto: Thomas Mayer

    Die farbigen Lounges aus Mahlsdorf sind hier konsequenter als Minicompartments der einzelnen Klassenstufen angeordnet.
    Foto: Thomas Mayer

    Die farbigen Lounges aus Mahlsdorf sind hier konsequenter als Minicompartments der einzelnen Klassenstufen angeordnet.

    Foto: Thomas Mayer

    Grundschule Sewanstraße, Berlin Der Zuschnitt des Grundstücks für die Schule in der Sewanstraße erlaubte eine noch eindeutigere Untergliederung des gestaffelten Baukörpers in „Häuser“ für jeden der drei Züge, als es in der Konrad-Wolf-Straße möglich war.
    Foto: Thomas Mayer

    Grundschule Sewanstraße, Berlin Der Zuschnitt des Grundstücks für die Schule in der Sewanstraße erlaubte eine noch eindeutigere Untergliederung des gestaffelten Baukörpers in „Häuser“ für jeden der drei Züge, als es in der Konrad-Wolf-Straße möglich war.

    Foto: Thomas Mayer

    Die geschuppte Fassade in der Sewanstraße besteht aus 14 Zentimeter breiten Brettern aus Douglasie, demselben Holz, das auch schon bei der IGS Kalbach-Riedberg in Frankfurt Verwendung fand.
    Foto: Thomas Mayer

    Die geschuppte Fassade in der Sewanstraße besteht aus 14 Zentimeter breiten Brettern aus Douglasie, demselben Holz, das auch schon bei der IGS Kalbach-Riedberg in Frankfurt Verwendung fand.

    Foto: Thomas Mayer

    Diese Gliederung findet sich auch im Innern der Grundschule wieder.
    Foto: Thomas Mayer

    Diese Gliederung findet sich auch im Innern der Grundschule wieder.

    Foto: Thomas Mayer

    Dort hat, anders als in allen bisherigenSchulen der Serie, der Linoleumfußboden im Flur keine durchgängige, neutrale Farbe, sondern orientiert sich an der Farbe des jeweiligen Treppenhauses und der Lounge-Nischen.
    Foto: Thomas Mayer

    Dort hat, anders als in allen bisherigenSchulen der Serie, der Linoleumfußboden im Flur keine durchgängige, neutrale Farbe, sondern orientiert sich an der Farbe des jeweiligen Treppenhauses und der Lounge-Nischen.

    Foto: Thomas Mayer

    So hat jeder Zug der Schule seine eigene Farbe.
    Foto: Thomas Mayer

    So hat jeder Zug der Schule seine eigene Farbe.

    Foto: Thomas Mayer

    Seit der ersten Schule in Frankfurt äußern sich die Lehrer immer wieder begeistert über die Holzwände, die sich unkompliziert als Pinnwände verwenden lassen, ohne dass die Nadeln bleibende Spuren hinterlassen.
    Foto: Thomas Mayer

    Seit der ersten Schule in Frankfurt äußern sich die Lehrer immer wieder begeistert über die Holzwände, die sich unkompliziert als Pinnwände verwenden lassen, ohne dass die Nadeln bleibende Spuren hinterlassen.

    Foto: Thomas Mayer

    In Berlin sind in den letzten Jahren knapp 50 solcher „Modularer Ergänzungsbauten“ (MEB) entstanden, die den Mehrbedarf an den Schulen decken. Die wurden bislang mit einem Betonfertigteilsystem gebaut. NKBAK haben nun mit den Holzmodulen und den Erfahrungen aus ihren bisherigen drei Berliner Schulen eine Alternative dazu entwickelt.
    Abb.: Architekten

    In Berlin sind in den letzten Jahren knapp 50 solcher „Modularer Ergänzungsbauten“ (MEB) entstanden, die den Mehrbedarf an den Schulen decken. Die wurden bislang mit einem Betonfertigteilsystem gebaut. NKBAK haben nun mit den Holzmodulen und den Erfahrungen aus ihren bisherigen drei Berliner Schulen eine Alternative dazu entwickelt.

    Abb.: Architekten

Erst eine Schule in Frankfurt am Main, dann eine weitere. Anschließend drei neue Schulen in Berlin, mindestens zehn Schulergän­zungen sollen folgen, bis zu 32 könnten es werden. Die Holzmodulschule von NKBAK Architekten hat sich zu einer Serie entwickelt. Wird jetzt ein Typenbau daraus? Zeit für eine kleine Chronik...
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Fakten
Architekten NKBAK Architekten, Frankfurt
aus Bauwelt 9.2020

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