Off-Grid-Haus in Titmaringhausen


Das Erste Haus 2017: Engere Wahl


Text: Hesse, Christoph, Korbach


    Ein ungewöhnlicher Bauherr mit einer ungewöhnlichen Vorstellung vom Eigenheim: ...
    Foto: Architekt

    Ein ungewöhnlicher Bauherr mit einer ungewöhnlichen Vorstellung vom Eigenheim: ...

    Foto: Architekt

    ... Rund und autark sollte es sein.
    Foto: Architekt

    ... Rund und autark sollte es sein.

    Foto: Architekt

    Foto: Architekt

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Der Bauherr unseres „Ersten Hauses“ wohnt im Sauerland. Er ist eher Erfinder als Landwirt. Zusammen mit seinem Vater ist er ein Pionier der Biogas-Technologie und betreibt zudem ein Entsorgungsunternehmen für organische Abfälle.
Energieeffizienz und Umweltschutz sind Hauptelemente des Entwurfs. Die Ver- und Entsorgung des Gebäudes ist aufgrund der Biogasanlage autark – also „Off-Grid“. Aufgrund des Vorbildcharakters des Wohnhauses ließ sich zwischenzeitlich das ganze Dorf an das Nahwärmenetz des Betriebs anschließen.
Der Bauherr kam eines Tages zu uns ins Büro und sagte: „Ich hätte gern ein rundes Haus“. Nun ist ein rundes Haus etwas ungewöhnlich, aber deshalb war es genau richtig, den Auftrag anzunehmen. Hauptgrund für die Form war, dass aus energetischer Sicht das Oberflächen-/Volumenverhältnis optimal sein sollte. Da es sich in einer Kugel schwer wohnen lässt, wollte der Bauherr eine Zylinderform.
Das Haus hat zwei Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich die Schlafzimmer, im Obergeschoss die Wohnräume. Naturverbundene Kreativität bewiesen die Bauherren in der selbstgestalteten Fassade mit Steinen aus dem nahe gelegenen Bachlauf, womit sie fortlaufend das Gebäude weiterentwickeln.



Fakten
Architekten Christoph Hesse Architekten, Korbach
aus Bauwelt 1.2017
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