Die ganze Stadt

Welchen Leitlinien folgt die europäische Stadtplanung im 21. Jahrhundert? Dieser Frage widmet sich der Bauwelt-Kongress 2019 in Berlin

Text: Red.

Park Spoor Noord, Antwerpen
Foto: Ian Cooman

Park Spoor Noord, Antwerpen

Foto: Ian Cooman


Die ganze Stadt

Welchen Leitlinien folgt die europäische Stadtplanung im 21. Jahrhundert? Dieser Frage widmet sich der Bauwelt-Kongress 2019 in Berlin

Text: Red.

Der kommende Bauwelt Kongress findet im Dezember 2019 statt. Sechs Monate später, am 1. Juli 2020, übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft turnusgemäß für die dann folgenden sechs Monate. Ein wesentlicher Tätigkeitsbereich in dieser Präsidentschaft wird die nationale und europäische Diskussion über die Weiterentwicklung der Leipzig-Charta 2007 sein. Was steckt dahinter?
1933 wurden in der Charta von Athen die Leitlinien für die Stadtplanung festgeschrieben. Sie reagierte vor allem auf die Lebensverhältnisse in der dichten, von der Industrialisierung geprägten Stadt des 19. Jahrhunderts. Die Charta setzte auf die funktionale Trennung von Wohn- und Industriegebieten und forderte die Einführung von (Nah-)Erholungsgebieten. Dieses Modell war – ergänzt in den 1950er und 1960er Jahren um die „autogerechte Stadt“ – bestimmend für die Stadtplanung der nächsten Jahrzehnte. Noch heute sind bekanntermaßen viele unserer Städte nach damaligen Maßstäben geordnet.
Was geschieht heute?
Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel werden in den kommenden Jahren unser Leben, unsere Arbeit und unsere Mobilität fundamental ändern. Stadt, Architektur – jedes einzelne Haus – wird auf diesen Wandel reagieren müssen. Bereits 2007 wurde in Leipzig in einem Treffen internationaler Fachleute aus Stadtplanung, Architektur und Politik die Charta von Leipzig zur nachhaltigen, europäischen Stadt verfasst. Diese Charta wurde damals von 27 in der Europäischen Union für Stadtentwicklung zuständigen Ministerinnen und Ministern unterzeichnet. Ziel der kommenden EU Ratspräsidentschaft von Deutschland ist es nun, diese Charta den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Wir wollen dies auf dem Bauwelt-Kongress sechs Monate vorwegnehmen und – gemeinsam mit Planern, Architekten und Forschern – Empfehlungen für eine europäische Stadtplanung im 21. Jahrhundert vorstellen. Dabei interessiert uns neben dem „großen Ganzen“ der Stadt auch jeder einzelne Baustein: das Quartier, die Wohn- und Industriegebäude, die Verwaltungs- und Bürobauten genauso wie der Freiraum und die Infrastruktur. Und wir fragen auch: Wie ist die neue Stadt mit der Region verwoben?
Bauwelt Kongress 2019
Die ganze Stadt
Am 5. und 6. Dezember in Berlin


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