Bildstrecke 24.03.2026
Narva
Die östlichste Stadt Estlands und traditionsreiche Industriestadt, liegt am gleichnamigen Fluss direkt an der EU-Außengrenze zu Russland. Hermannsfeste und Festung Iwangorod stehen sich hier über das Wasser hinweg unmittelbar gegenüber. Rund 95 Prozent der Einwohner sind russischsprachig; lange war die Stadt stärker nach St. Petersburg als zum weiter entfernten Tallinn orientiert.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Narva
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Kreenholm, 1857 vom Bremer Kaufmann Ludwig Knoop gegründet, war einst die größte Textilfabrik des Zarenreichs und in der Sowjetzeit mit bis zu 12.000 Beschäftigten das industrielle Herz Narvas. Nach der Privatisierung in den 1990er Jahren setzte der Niedergang ein; seit 2010 liegt der heute einem schwedischen Investor gehörende Komplex weitgehend still und wartet auf eine neue Nutzung.
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Kreenholm, 1857 vom Bremer Kaufmann Ludwig Knoop gegründet, war einst die größte Textilfabrik des Zarenreichs und in der Sowjetzeit mit bis zu 12.000 Beschäftigten das industrielle Herz Narvas. Nach der Privatisierung in den 1990er Jahren setzte der Niedergang ein; seit 2010 liegt der heute einem schwedischen Investor gehörende Komplex weitgehend still und wartet auf eine neue Nutzung.
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Der Fluss Narva markiert hier die Grenze zwischen Estland und Russland, bevor er nördlich der Stadt in den Finnischen Meerbusen mündet. Kameras, Sensorik, digitale Kontrollen und punktuell gesetzte Panzersperren verdichten ihn zu einem technisch überwachten Grenzraum. Der Übergang in Narva ist inzwischen allein Fußgängern vorbehalten.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Der Fluss Narva markiert hier die Grenze zwischen Estland und Russland, bevor er nördlich der Stadt in den Finnischen Meerbusen mündet. Kameras, Sensorik, digitale Kontrollen und punktuell gesetzte Panzersperren verdichten ihn zu einem technisch überwachten Grenzraum. Der Übergang in Narva ist inzwischen allein Fußgängern vorbehalten.
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Narvas Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, doch von der alten Stadt blieb nach den Zerstörungen von 1944 nur wenig. Unter sowjetischer Herrschaft wurden estnische Eliten, Bauern und als regimefeind- lich geltende Familien deportiert, oft nach Sibirien. Viele kehrten nie zurück. Stattdessen siedelte das Regime Arbeiter aus Russland an. Heute prägen Plattenbauten das Bild der schrumpfenden Stadt.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Narvas Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, doch von der alten Stadt blieb nach den Zerstörungen von 1944 nur wenig. Unter sowjetischer Herrschaft wurden estnische Eliten, Bauern und als regimefeind- lich geltende Familien deportiert, oft nach Sibirien. Viele kehrten nie zurück. Stattdessen siedelte das Regime Arbeiter aus Russland an. Heute prägen Plattenbauten das Bild der schrumpfenden Stadt.
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Riga
Der Peipussee im Osten Estlands ist mit 3555 km² der fünftgrößte See Europas – rund siebenmal so groß wie der Bodensee. Mitten durch seine flachen Wasserflächen verläuft die EU-Außengrenze zu Russland. Auf estnischer Seite sichern Grenzschutz, Überwachungstechnik und Patrouillen den See, auf russischer Seite FSB-Grenztruppen.
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Riga
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Der Flughafen Spilve ist ein ehemaliger Flughafen in Lettland nördlich des Stadtzentrums von Riga. Seit dem Ersten Weltkrieg genutzt, wurde er von den Sowjets 1944, nach der Wiederbesetzung Lettlands, zum Aeroflot-Drehkreuz ausgebaut.
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Das 1954 vollendete Terminal im Stil des sozialistischen Klassizismus ist bis heute eines der markantesten Beispiele sowjetischer Repräsentationsarchitektur in Riga. In den 1980er Jahren, nach dem Bau des Flughafens „Riga International“, verlor Spilve an Bedeutung und wird heute nur für Privat- und Trainingsflüge genutzt.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Das 1954 vollendete Terminal im Stil des sozialistischen Klassizismus ist bis heute eines der markantesten Beispiele sowjetischer Repräsentationsarchitektur in Riga. In den 1980er Jahren, nach dem Bau des Flughafens „Riga International“, verlor Spilve an Bedeutung und wird heute nur für Privat- und Trainingsflüge genutzt.
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Jūrmala
Eine Seebadvilla zwischen Jugendstil, Nationalroman-tik und Zwischenkriegsmoderne: Jūrmala zieht sich 24 Kilometer an der lettischen Ostseeküste entlang. Aus einstigen Fischerorten entstand im 19. Jahrhundert ein mondäner Badeort des Zarenreichs – und zu Sowjetzeiten ein streng organisierter Kurort mit Sanatorien und Erholungsheimen. Die Kurstadt nahe Riga verdankt ihre besondere At-mosphäre bis heute der hölzernen Bäderarchitektur.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Jūrmala
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Die denkmalgeschützte Dzintaru koncertzāle verbindet Bäderkultur und Architektur: Der 1936 eröffnete Kleine Saal von Aleksandrs Birzenieks und Viktors Mellenbergs gehört zur lettischen Zwischenkriegsmoderne mit einem bemerkenswerten Art-Déco-Interieur von Ansis Cīrulis.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Die denkmalgeschützte Dzintaru koncertzāle verbindet Bäderkultur und Architektur: Der 1936 eröffnete Kleine Saal von Aleksandrs Birzenieks und Viktors Mellenbergs gehört zur lettischen Zwischenkriegsmoderne mit einem bemerkenswerten Art-Déco-Interieur von Ansis Cīrulis.
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Der Große Saal kam 1960 hinzu. Die behutsame Sanierung und Erweiterung von 2015 wur-de für die EUmies Awards nominiert.
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Karosta
Karosta im Norden von Liepāja wurde ab 1890 als russischer Kriegshafen und Militärstadt angelegt. In der Sowjetzeit war das Areal Hauptsitz der Baltischen Flotte und damit Sperrgebiet. Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1994 ver-fiel vieles. Heute wird etwa ein Drittel der Fläche vom lettischen Militär genutzt. Die Nikolaus-Kathedrale ist die größte orthodoxe Kathedrale Lettlands.
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Karosta
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Die Nordfestung in Karosta wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum Schutz des zaristischen Kriegshafens errichtet. Schon 1908 als strategischer Irrtum aufgegeben und gesprengt, stehen ihre Ruinen, halb zerstörten Batterie und unterirdische Anlagen, heute an der Ostseeküste. Die ehemalige Baltische Flotte ist heute eine von vier Hochsee-Flotten der russischen Marine. In Karosta waren bis zu 26.000 Soldaten stationiert, dazu 30 Atom-U-Boote sowie 140 Kriegsschiffe.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Die Nordfestung in Karosta wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum Schutz des zaristischen Kriegshafens errichtet. Schon 1908 als strategischer Irrtum aufgegeben und gesprengt, stehen ihre Ruinen, halb zerstörten Batterie und unterirdische Anlagen, heute an der Ostseeküste. Die ehemalige Baltische Flotte ist heute eine von vier Hochsee-Flotten der russischen Marine. In Karosta waren bis zu 26.000 Soldaten stationiert, dazu 30 Atom-U-Boote sowie 140 Kriegsschiffe.
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Liepāja
Liepāja, früher Libau, gehörte ab 1795 zum Russischen Kaiserreich. Als Marine- und Militärstandort der Sowjetunion war Liepāja jahrzehntelang streng kontrolliert. Auch der Strand war Grenzraum: Wegen der Nähe zu Schweden und Gotland war der Zugang nachts verboten.
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Liepāja
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Heute, Europäische Kulturhauptstadt 2027, prägen Jugendstilbauten aus Holz das Stadtbild. Die „Drei Schwestern“ sind drei nahezu gleiche Holzvillen, die ein Vater für seine Töchter errichten ließ.
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Grenze Litauen–Belarus
Die litauische Grenzpatrouille beobachtet nicht nur die belarussische Seite, sondern sucht auch nach Spuren irregulärer Grenzübertritte.
Foto: Heinrich Völkel / Ostkreuz
Statt militärischer Bewegungen ist Migration derzeit die größte Herausforderung der Grenzschützer vor Ort.
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Grenze Litauen–Kaliningrad
Litauische Panzersperren an der Memel gegenüber von Sowetsk, dem früheren Tilsit, am Rand der russischen Exklave Kaliningrad. Im Hintergrund die Königin-Luise-Brücke – ein Ort, an dem preußische Geschichte und die neue geopolitische Realität an der EU-Außengrenze aufeinandertreffen.
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Grenze Litauen–Kaliningrad
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