Tokinokura Lavatories Shimodate


Kategorie 2_Unter 100


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    Foto: Sadamu Saito

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In der Stadt Chikusei in der Präfektur Ibaraki wurden seit dem frühen 20. Jahrhundert Lagerhäuser aus Stein, sogenannte „Ishi-Kura“, errichtet, von denen die meisten allerdings seit dem Zweiten Weltkrieg wieder abgerissen worden sind.
Eine Gruppe Ehrenamtli­cher erwarb eines dieser Lagerhäuser und nutzt es als Zentrum für ihre Akti­vitäten, die der Entdeckung des regio­nalen Erbes gelten. Das Gebäude wird „Tokinokura“ genannt, ein Lager, das aus der Vergangenheit in die Zukunft reicht. Das Gebäude befindet sich in gutem Zustand, doch mangelte es bislang an Waschräumen. Im Herbst 2008 lobte die Gruppe einen öffentlichen Wettbewerb für die Gestaltung der Toiletten aus. Unser Entwurf wurde aus insgesamt 76 Einsendungen auserkoren und 2009 realisiert.
Die Grundfläche des Gebäudes misst 7,2 m x 1,2 m; die Höhe beträgt ungefähr 4,5 m. Der Bau wurde als konventionelle Holzkonstruktion aus­geführt. Drei tragende Wände aus Sperrholz sind in Querrichtung zu den Außenwänden gestellt. Zwischen den Toilettenkabinen für Männer und Frau-­ en gibt es keine tragende Wand, weil das Waschbecken gemeinsam genutzt wird und die Grenzen verschwimmen sollen. Da im Dachbereich Öffnungen nicht vorgesehen sind, wird die durch Wind verursachte seitliche Last von Trägern mit einer Feldlänge von 6 m aufgenommen – eine große Länge für konventionelle Holzkonstruktionen. Sperrholzwände und Träger schaffen gemeinsam eine weite stützenfreie Öff­nung, die den Blick auf die alte Steinmauer hinter dem Gebäude freigibt.



Fakten
Architekten Shuichiro Yoshida, Madrid
aus Bauwelt 1-2.2011
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