Bauwelt

Artothèque im Kloster in Mons


In diesem Jahr hat die Stadt Mons einen weiteren Kulturbau fertiggestellt: das Archivgebäude für ihre Kunstwerke in einem ehemaligen Ursulinenkloster aus dem frühen 18. Jahrhundert.


Text: Burgard, Roland, Frankfurt am Main


  • Bilderliste
    • Social Media Items Social Media Items

    Von außen wurde die Kapelle komplett saniert.
    Foto: François Lichtlé

    • Social Media Items Social Media Items
    Von außen wurde die Kapelle komplett saniert.

    Foto: François Lichtlé

  • Bilderliste
    • Social Media Items Social Media Items

    Innen zeigen sich an den Mauern deutlich die Spuren der Geschichte. Das Archiv befindet sich auf sechs Geschossen hinter der Wand mit der rautenförmigen Stahlkonstruktion.
    Foto: François Lichtlé

    • Social Media Items Social Media Items
    Innen zeigen sich an den Mauern deutlich die Spuren der Geschichte. Das Archiv befindet sich auf sechs Geschossen hinter der Wand mit der rautenförmigen Stahlkonstruktion.

    Foto: François Lichtlé

  • Bilderliste
    • Social Media Items Social Media Items

    Die Treppe führt entlang der Außenwand ins erste Geschoss.
    Foto: François Lichtlé

    • Social Media Items Social Media Items
    Die Treppe führt entlang der Außenwand ins erste Geschoss.

    Foto: François Lichtlé

  • Bilderliste
    • Social Media Items Social Media Items

    Seitlich schließt der Lesesaal an.
    Foto: François Lichtlé

    • Social Media Items Social Media Items
    Seitlich schließt der Lesesaal an.

    Foto: François Lichtlé

  • Bilderliste
    • Social Media Items Social Media Items

    Der Dachstuhl wurde freigelegt.

    Foto: François Lichtlé

    • Social Media Items Social Media Items
    Der Dachstuhl wurde freigelegt.

    Foto: François Lichtlé

  • Bilderliste
    • Social Media Items Social Media Items

    Archivraum
    Foto: François Lichtlé

    • Social Media Items Social Media Items
    Archivraum

    Foto: François Lichtlé

  • Bilderliste
    • Social Media Items Social Media Items

    Im Erdgeschoss können die Objekte virtuell abgerufen werden.
    Foto: François Lichtlé

    • Social Media Items Social Media Items
    Im Erdgeschoss können die Objekte virtuell abgerufen werden.

    Foto: François Lichtlé

Die Artothek ist Teil des aus fünf Kultureinrichtungen bestehenden Museumspools (Pôle muséal) von Mons, der von zentraler Bedeutung im Jahr der Kulturhauptstadt ist.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle eines Ursulinenklosters aus dem frühen 18. Jahrhundert zerstört und danach zum Möbellager umgebaut. Die Stadt Mons erwarb den Bau 2007, um hier ein zentrales Schaulager für ihre Kunstsammlungen unterzubringen. Damit hofft man, dass auch in ferner Zukunft keine Erweiterungsbauten bestehender Museen erforderlich sind. In dem Archiv, das auf sechs Geschossen untergebracht ist, können die Objekte, von der Frühgeschichte bis zur Modernen Kunst, aufbewahrt und restauriert werden, im Erdgeschoss neben der Eingangshalle kann man sie virtuell zur Ansicht abrufen und bis in die Details studieren.
Aus einem Architektenwettbewerb für den Umbau ging die Architektenpartnerschaft L`Escaut Architecture und Atelier Gigogne als Preisträger mit einem Konzept hervor, das aus meiner Sicht das  Denkmalverdikt der Stadt feinsinnig ironisiert. Im Äußeren wird mit größter Sorgfalt der Zustand vor der Zerstörung perfektioniert. Im Inneren hingegen sind alle Wandlungen nach dem Weltkrieg unmittelbar ablesbar. Gegensätze wohin man schaut! Die Einbauten der fünfziger Jahre wurden zwar entfernt, aber deren Sechsgeschossigkeit beibehalten. Die neuen Einbauten verbergen die Ostwand des Kirchenschiffs und werden von einem  vertikalen, leicht schräggestellten, rautenförmigen Flächentragwerk auf Distanz zur Westwand gehalten. Das macht nicht nur an der alten Mauer die Bauperioden ablesbar, sondern schafft vor allem Platz für die Treppe. Das knappe Budget von fünf Mil-lionen Euro zwang zu einer „architectura povera“, deren Einfallsreichtum den minimalen Ausbaustandard vergessen macht.



Fakten
Architekten L`Escaut Architecture, Brüssel
Adresse Rue Claude de Bettignies, 7000 Mons, Belgien


aus Bauwelt 32-33.2015
Artikel als pdf

0 Kommentare


loading
x

8.2024

Das aktuelle Heft

Bauwelt Newsletter

Das Wichtigste der Woche. Dazu: aktuelle Jobangebote, Auslobungen und Termine. Immer freitags – kostenlos und jederzeit wieder kündbar.