Barcelona: Arquitectura, Pandemia, España

Denkanstöße einiger spanischer Architekten und Planer zum Einfluss des Virus auf unser räumliches Zusammenleben

Text: Aguirre Such, Adriana, Barcelona

    Das Größte, die Welt (XXL) erschließt sich uns, das wird im Eingeschlossensein umso deutlicher, zunehmend im Pocketformat des Smartphones. Aber nun gewinnen auch kleine Gesten an Bedeutung, wie der Gedanke an den Nachbarn (S), dem vom Einkaufen etwas mitgebracht wird.
    Skizze: Josep Ferrando + Ferran Vizoso

    Das Größte, die Welt (XXL) erschließt sich uns, das wird im Eingeschlossensein umso deutlicher, zunehmend im Pocketformat des Smartphones. Aber nun gewinnen auch kleine Gesten an Bedeutung, wie der Gedanke an den Nachbarn (S), dem vom Einkaufen etwas mitgebracht wird.

    Skizze: Josep Ferrando + Ferran Vizoso

    Die Zuweisung von Räumen infrage stellen, die Funktion und die Bedeutung unserer Handlungen neu ermessen.
    Fotos: DEL RIO BANI

    Die Zuweisung von Räumen infrage stellen, die Funktion und die Bedeutung unserer Handlungen neu ermessen.

    Fotos: DEL RIO BANI

    Mit dem Leben, was bleibt: Die Enge der Stadt Barce­lona lässt ihren Bewohnern wenig privaten Raum, erst recht wenig privaten Außenraum − dafür geht man hinaus.
    Collage: Inés Aguiriano Aizpurua

    Mit dem Leben, was bleibt: Die Enge der Stadt Barce­lona lässt ihren Bewohnern wenig privaten Raum, erst recht wenig privaten Außenraum − dafür geht man hinaus.

    Collage: Inés Aguiriano Aizpurua

    Fehlt diese Möglichkeit, ist Kreativität gefragt, genug Licht und Luft zu ergattern.
    Skizzen: andrea joan arquitectes

    Fehlt diese Möglichkeit, ist Kreativität gefragt, genug Licht und Luft zu ergattern.

    Skizzen: andrea joan arquitectes

    Welche Bedingungen setzt unser Menschsein der Architektur? Wird die Biologie einen größeren Einfluss
    auf unsere Kultur erlangen?
    Skizze: Miguel Rami + Guayente García-Sanmartín

    Welche Bedingungen setzt unser Menschsein der Architektur? Wird die Biologie einen größeren Einfluss
    auf unsere Kultur erlangen?

    Skizze: Miguel Rami + Guayente García-Sanmartín

Barcelona: Arquitectura, Pandemia, España

Denkanstöße einiger spanischer Architekten und Planer zum Einfluss des Virus auf unser räumliches Zusammenleben

Text: Aguirre Such, Adriana, Barcelona

Das totale Eingeschlossensein, unter dem wir in unterschiedlicher Abstufung, vom Lokalen bis zum Globalen, derzeit leiden, lässt uns gezwungenermaßen mehr Zeit zum Nachdenken. In der Diskussion darüber, wie wir eigentlich leben, gibt es wegen der Komplexität der neuen Gegebenheiten, die wir ertragen müssen, eine Unmenge von Standpunkten. Die Vielfalt der Reflexion, die gerade jetzt entsteht, ist äußerst ungewöhnlich und spannend.
In Spanien sind die Ausgangsbeschränkungen sehr streng. Und so können auch Akteuren aus Architektur und Stadtplanung ihre Ideen nicht an einem runden Tisch austauschen. Anstelle dessen finden einige von ihnen hier Gehör: Wo stehen wir und wie kann und wie sollte es weitergehen? In ihren Statements beziehen sich die Mitwirkenden auf verschiedene Maßstäbe ihrer Umgebung und loten deren Potenziale aus, neue und einige nicht ganz so neue Herausforderungen anzugehen: Zimmer (XXS), Wohnung (XS), Gebäude (S), Stadtviertel (M), Stadt (L), Land (XL) und die Welt (XXL). Wir mögen nicht bereit sein, für eine einzige Antwort, aber wenn uns etwas in diesen Tagen klar werden sollte, dann das: Auf die allgemeinen Umwälzungen, die das Virus ausgelöst hat, können wir nur in kollektiver Vielfalt antworten.

Josep Ferrando
+ Ferran Vizoso
Josep Ferrando: Architekt, Dekan der ETSALS und Kul-
turmanager/Ferran Vizoso: Architekt, Professor und
Forscher
XXSxssmlxlXXL Das Schweigen dieser Tage spricht von dem bisher Unsichtbaren: das an­genehme Schweigen der Wohnung (XXS), das wankelmütige Schweigen der Behausung (XS), das kollektive Schweigen des Gebäudes (S), das kooperative Schweigen des Viertels (M), das natürliche Schweigen der Stadt (L), das
organische Schweigen des Landes (XL) und das vitale Schweigen der Welt (XXL). Um José Ber­gamín zu zitieren: „Wenn die Stille nicht redet, kann niemand sagen, was die Wörter verschweigen“.

Eduard Bru

Professor an der ETSAB
XXSxssmlxlXXL Das, was gerade geschieht, ist nicht mehr und nicht weniger als das Ende des modernen apollinischen Projektes: für die Architekten und damit für die Bewegung der Moderne. Es endet die Utopie des sozialdemokratischen Hygienikers. Und wieder einmal das Ende einer Renaissance.
Die Wohnung wird ein Bunker
die Wohnstätte ein Labyrinth
das Gebäude ein Chaos von Kapharnaum
der Bezirk ein Pathos
die Stadt ein Schicksal
das Land: die Hölle Dantes.
Der protestantische Puritanismus, der alles überschwemmt hat, ist zu Ende. Es kehrt die Fleischeslust zurück und damit für die Architekten die Materialität. Es kehrt der Barock zurück.
Und, wisst ihr was? Es gefällt mir.

DEL RIO BANI

Architekturfotografie
XS Bleibe ich im Wohnzimmer oder im Arbeitszimmer? Im Esszimmer oder im Atelier? Das Homeoffice stellt uns ständig vor Entscheidungen dieser Art. Haben wir Häuser für alle menschlichen Bedürfnisse gebaut oder ledig­-lich Standardware geliefert?

Eva Jiménez

Professorin, Jimenez & Llobet Arquitectes
XXS Die Coronavirus-Krise war der Startschuss für 5G. Die Unternehmen, Universitäten und Gymnasien dieser Tage machen nichts anderes, als die Menschen über gut funktionierende
Videokonferenzen, zu verbinden. Aber es bedarf größerer Anstrengungen.
Die Verbannung der Gemeinschaft aus der Öffentlichkeit ist ein Experiment, das unsere persönlichen und professionellen Beziehungen de­finitiv verändern wird. Die Wohnungen müssen sich so verändern, dass sie Tele­arbeit, Teleunterricht und Telesport ermög­lichen, denn das wird zur Selbstverständlichkeit werden.

Marta Poch

Architektin, Architekturkommunikation
XXSxssmL Der Balkon fungiert als Filter zwischen Innen und Außen. Er ist nötig, weil er einen gemeinsamen Raum zwischen der Öffentlichkeit und dem Privaten schafft und im Lock Down eine Verbindung zu den Nachbarn und zur Stadt ermöglicht.

David Bravo Bordas

Architekt, Professor für Kunst und Stadtraum
XXL Die Pandemie führt den globalen Kapitalismus vor. Die industrielle Auslagerung und
der Massentourismus müssen aufhören, unsere Städte zu zerstören. In Zukunft wird es leichter sein und weniger schädlich, Bits auszutauschen statt Atome.

Inés Aguiriano Aizpurua

Architektin
XS „Happy Hour“ in einer Wohnung, die im weiten Nordosten der Stadt liegt. Eine Wohnung in der Stadt zu finden ist zur Lotterie geworden: Es ist mehr Glück als freie Entscheidung. Was die Wohnqualität angeht, trösten wir uns mit der Kürze der Zeit, die wir in ihr verbringen. Und wir verlassen uns auf andere Orte in der Stadt, um unser Zuhause zu erschaffen. Jetzt entdecken wir, wo wir tatsächlich leben und müssen der Realität ins Auge sehen.

Xavi Llobet
Professor, Jimenez & Llobet Arquitectes
L Die Massenquarantäne hat bewirkt, dass die Straßen autofrei und die großen Städte sauberer wurden. Wenn sich die ganze Welt dessen bewusst werden würde, könnte sie die Mobilität ändern und den Privatverkehr auf das Unerlässliche reduzieren. Würde es so bleiben, dann wür­-de uns mehr öffentlicher Raum zur Verfügung stehen und uns gelänge eine Verbesserung der Gesundheit.

Ana Bermejo Vidaurreta
Stadtteilarchitektin
XXL Die Beschränkung des Zugangs zum öffentlichen Raum betrifft nicht alle gleichermaßen. Vermögen und Privilegien ziehen die einen den anderen vor: ein großes gegen ein kleines Haus, Außenraum gegen eine Wohnung. Und wie steht es mit denen ohne Dach überm Kopf?

Domestic Data Streamers
Data Design Studio
S Die Gebäude haben sich in Räume des Gewissens oder der Sorge um die Gesundheit der anderen – im Guten wie im Bösen – verwandelt, weil wir den Türknauf oder den Knopf am Fahrstuhl mit den Nachbarn teilen; mit den Nachbarn, deren Namen wir nicht kennen, und deren Gesundheitszustand, deren wirtschaftliche oder familiäre Lage schon gar nicht – das kann uns helfen, kleine Solidaritätsbeziehungen zueinander zu entwickeln. Bislang konnten wir uns kaum vorstellen, dass wir jedes Mal, wenn wir den Müll rausbringen, Regeln einhalten würden, die den Gesundheitszustand unseres Nachbarn auf der dritten Etage berücksichtigen. Jetzt fragen wir unsere Nachbarn, ob sie Unterstützung benötigen oder ob wir ihnen mit dem Einkauf helfen können; ob wir das WLAN teilen sollten, damit ihre Kinder dem Fernunterricht der Schulen folgen können. Es kann helfen, wenn man sein Angebot ans Schwarze Brett pinnt, eine indirekte und diskrete Form der Kommunikation mit der Hausgemeinschaft. Wenn das geschieht, dann sind die Gebäude nicht einfach ein Sammelbecken für Mieter oder Eigentümer, sondern Gebäude von Bürgern, die dabei helfen, Hierarchien zu überwinden.

Raons
Stadtplanungskooperative
M Von einem Balkon zum andern grüßen wir unsere Nachbarn oder applaudieren den anderen am Abend, nur unterbrochen vom Flug eines Vogels, der uns daran erinnert, dass glücklicherweise nicht alle eingeschlossen sind.

Burgos &
Garrido Arquitectos
Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung
XL Vielleicht ist die große Frage die nach der Dichte. Was werden wir mit den Metropolen machen und ihren Problemen durch Überfüllung?Welche Lösungen finden wir für Wohnen und Verkehr?

andrea
+ joan arquitectes
Architekturbüro
XXS Den meisten Wohnungen fehlen Außenräume und damit auch die Möglichkeit, sich mal in die Sonne zu legen. Heute, wo man uns das Draußen verwehrt offenbart sich unserer häuslichen Umgebung als ganz neue Geografie.

Asensio-Mah
Forschende Design-Kooperative
L Die Pandemie hat unseren Umgang mit Krankheiten gründlich durcheinandergebracht. Alle dachten, dass die soziale, interaktive und lebendige Stadt das Modell für gesunde Urbanität sei. Nun wurden wir zurückgeworfen auf das, waswir überholt geglaubt hatten, wie die Planungen der Moderne, die den Städten um der Gesundheit Willen aufgezwungen worden war.
In unseren Köpfen rührten bis vor kurzem die bedrohlichsten Krankheiten von „falschem“ Lebensstil her. Das zeigt sich auch daran, wie wichtig uns die vitale Dichte unserer Städte ist. Unsere Städte sind Orte der sozialen Begegnung, sie haben den modernen Urbanismus ersetzt, der die Trennung mechanistisch angeordnet hatte.

Sarquella Torres Architects
Pau Sarquella und Carmen Torres, Architekten
XXSxsS Die Quarantäne als Chance, um bewusst die eigenen Räume kennenzulernen, zu manipulieren, zu benutzen. Das Leben, eine Fra­-ge von Wohnungen und Treppenhäusern.

Carme Ribas Seix
Architektin, Professorin an der ETSAB
M Haus, Straße, Platz, Park: ohne diese Bestandteile gibt es kein Stadtviertel. Und diese Bestandteile sind nicht lebensfähig ohne die Geschäfte in unserer Nachbarschaft. In diesen Tagen zeigt sich: Die kleinen Läden, die uns derzeit versorgen, sind wichtig, um das Stadtviertel am Leben zu halten.

El Tinglado
Aktionsgruppe für nachhaltige Architektur
S Was wird sich für uns ändern, jetzt, wo wir wissen, dass wir die Dachterrassen für mehr nutzen können als darauf zu faulenzen?

Miguel Rami
+ Guayente García-San­martín
Miguel Rami: Architekt, Direktor des Morera estudio Guayente García-Sanmartín: Architektin bei Azcon archi-
tectures und außerordentliche Professorin an der ETSAB
XS Nach der Pandemie muss ein neuer Humanismus in die Beziehungen zur belebten Welt einziehen. Wir brauchen einen Humanismus, der über allem anderen steht. Und die Architektur muss diesem neuen Bild gerecht werden.

Jon Aguirre Such

Architekt und Stadtplaner, Mitglied von Paisaje Transversal
M Was ist das Stadtviertel ohne das soziale Netz, das bereits jetzt in einem physischen und virtuellen Raum existiert? Das Coronavirus bringt neue Arten von Beziehungen zum Ausdruck, von solidarischen bis zu digitalen. Der Mythos von der Hybridisierung von physischem und digitalem Raum ist zertrümmert worden. Dieser Mythos hat unsere zwischenmensch­lichen Beziehungen, unser Bedürfnis nach Nähe, an ihre Grenzen gebracht: den ganzen Tag sind wir vernetzt, den ganzen Tag nehmen wir an einer neuen Realität teil – transbezirklich, transstädtisch, transnational. Videokonferenzen, Anrufe, wo auch immer wir uns befinden. Wir tei­-len Informationen, aber kommunizieren wir? Wir sitzen in Meetings in unseren vier Wänden und sehnen uns nach Körperkontakt, ertappen uns dabei, den Schweiß unserer Nachbarn zu vermissen.

Oriol Estela Barnet
Ökonom und Geograph, Gesamtkoordinator der PEMB
L Ganz entschieden müssen wir dem ins Auge sehen: Unser System ist verletzlich. Längst bekannt wird es jetzt in einer nicht vorhersehbaren Welt noch offensichtlicher. Die Fähigkeit zur Vorsicht und zur Reaktion auf traumatische Vorkommnisse ist heute der Improvisation unterworfen, die in Einklang gebracht werden muss mit der urbanen Belastbarkeit. Wir müssen die Ökonomie überdenken und den Begriff der Prosperität neu definieren, denn wirtschaftliche Ak­tivität zählt nichts mehr, wenn ein guter Teil des Reichtums der Gesellschaft entzogen wird und die Beschäftigung überwiegend prekäre Ergebnisse generiert.

Mario Hidrobo M.
Architekt, Stadtplanung, Denkmalschutz, Stadtökologie
XS Der Wohnraum muss wie ein Raumschiff gedacht werden, ein Ort für alles, zum Essen und zum Ausruhen. Er muss Großzügigkeit bieten, um sich in ihm zu entfalten und zugleich ein karger Rückzugsort sein.

Zaida Muxí Martínez
Doktor der Architektur, Professorin an der ETSAB
XL Man muss dem Land helfen und aufhören,
es als Mülldeponie und als Abbaugebiet zu sehen, sondern den unerlässlichen Dialog zwischen der Menschheit und ihrer Umwelt führen.

Batlleiroig
Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung
XS+L Die derzeitige Pandemie macht vor allem den privaten Wohnraum vertraut und der Bürger verliert jeden Bezug zum Städtischen. Wir müssen den Maßstab unserer Städte neu kon­zipieren auf eine Art und Weise, der Distanz erlaubt. Es braucht sichere Bereiche mit einem hohen Grad an Autonomie. In diesen Bereichen wäre der öffentliche Raum renaturalisiert und
es würden „Gesundheitsstrecken“ zwischen notwendigen Anlaufpunkten geben.

300.000 Km/s
Designstudio, Data-Analysts, Beratungsfirma für Städte
XS Um die städtische Arbeit von Jahrzehnten fortzusetzen, müssen wir die Rechte der Bür-ger in der eigenen Stadt stärken und gleichzeitig anfangen, das Städtische in die Wohnung
zu lassen. Die Grenzen zwischen dem Individuum und dem Kollektiv müssen aufgelöst werden.

Carla Habif Hassid
+ Enric Mir
Carla Habif Hassid, Architektin bei aia-arquitectura i accesibilitat / Enric Mir, Architekt, Aktivist und Professor, MMASS arquitectura
S Die Krise hat zur Folge, dass man in einem komplexen Zwischenraum von Wohnung und Straße arbeiten muss. Das Zuhause wird zu jenem Zwischenraum, wie man ihn früher auf der Straße fand: verstaatlichte häusliche Räume.

Manuel Gausa Navarro
Professor für Stadtplanung, Mitbegründer der IAAC
XXL Es ist wahr, dass die medizinischen Dienstleistungen dramatisch in Anspruch genommen werden und dass keiner einen Zweifel an der Existenz eines seltsamen Virus zu haben scheint. Aber man hört kaum wie die Statistiken zustan­de kommen. Warum wurden frühere Epidemien mit ähnlichen Symptomen weit weniger drastisch behandelt? Warum dieser gebieterische Eifer, die Digitalisierung zu vergrößern – Klas-sen online, Bankgeschäfte, Einkäufe, Sprechstunden, Gespräche, einschließlich aller damit verbundenen Gefühle – jedes Mal mehr „fern übertragen“?

Santiago Cirugeda
Architekt bei Recetas Urbanas
XL Wir müssen gezielter auf die Bedürfnisse von Alten und Jungen eingehen, von Menschen
mit Behinderungen, aus unterschiedlichen Kulturen und Ethnien, damit sie ohne Vorbildung lernen können, sich ihre eigenen Räume in der Gemeinschaft zu schaffen.

Ícaro Obeso Muniz
Außerordentlicher Professor an der UO, FB Geografie
L Während dieser Epidemie hat sich gezeigt, was die Notwendigkeiten des Lebens sind: Nahrung, Sicherheit, Hygiene, Gesellschaft. Wenigstens das Einkaufen zu verschieben, um Rücksicht auf besonders gefährdete Menschen zu nehmen oder sich dabei auf die Nachbarschaft zu konzentrieren: Die heterogene und die begehbare Stadt zu differenzieren, sollte ein Anspruch angesichts möglicher neuer Krisen sein.

Ton Salvadó
Architekt und Professor an der ETSAB
L In welchem Maße der öffentliche Raum der Stadt aus der Form geraten ist! Stellt euch große Alleen mit leeren Fahrbahnen vor, vollgestopft mit Bäumen und Tieren. Und wenn der Bürgersteig, der wegen des „social distancing“ nun so leer ist, sich die Straße einverleibte? Seht, wie er wieder mit dem gegenüberliegenden Bürgersteig verschmilzt!
Übersetzung aus dem Spanischen von Ursula Karpowitsch

0 Kommentare


Ihr Kommentar







loading
x
loading

24.2020

Das aktuelle Heft

Bauwelt Newsletter

Immer Freitags: das Wichtigste der Woche. Dazu: aktuelle Jobangebote, Auslobungen und Termine.