Bauwelt

Saniert mit Weitblick


Das knallgelbe Eingangsgebäude auf dem Impact Campus Atelier Gardens


Text: Klingbeil, Kirsten, Berlin


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    Haus 1, das neue Eingangsgebäude auf dem Impact Campus Atelier Gardens, fällt auf – mit knallgelber Fassade und skulpturaler Freitreppe.
    Foto: Schnepp Reno

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    Haus 1, das neue Eingangsgebäude auf dem Impact Campus Atelier Gardens, fällt auf – mit knallgelber Fassade und skulpturaler Freitreppe.

    Foto: Schnepp Reno

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    Der Pavillon auf dem Dach aus CLT-Holzbauelementen wurde innerhalb einer Woche zusammengesetzt. Über das großflächige Schiebefenster öffnet sich der Innenraum barrierefrei zur Terrasse.
    Foto: Schnepp Reno

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    Der Pavillon auf dem Dach aus CLT-Holzbauelementen wurde innerhalb einer Woche zusammengesetzt. Über das großflächige Schiebefenster öffnet sich der Innenraum barrierefrei zur Terrasse.

    Foto: Schnepp Reno

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    Die knapp 13 Meter lange, sechsteilige Glasfassade bietet zwei Öffnungsvarianten: Entweder werden die äußeren Schiebeelemente vor den beiden mittigen Fensterflügeln geparkt oder sie werden links und rechts vor die beiden äußeren Schiebefenster geschoben.
    Foto: Schnepp Reno

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    Die knapp 13 Meter lange, sechsteilige Glasfassade bietet zwei Öffnungsvarianten: Entweder werden die äußeren Schiebeelemente vor den beiden mittigen Fensterflügeln geparkt oder sie werden links und rechts vor die beiden äußeren Schiebefenster geschoben.

    Foto: Schnepp Reno

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Das ehemalige BUFA-Filmgelände in Berlin, am südlichen Rand des Tempelhofer Felds gelegen, wird seit 2019 vom Londoner Projektentwickler Fabrix – zusammen mit dem niederländischen Architekturbüro MVRDV, Hirsch­müller Schindele Architekten aus Berlin und dem Landschaftsplanungsbüro Harris Bugg Studio aus London – zu einem „Impact Campus“ entwickelt, der sich aus ökologisch orientierten Unternehmen und Verbänden zusammensetzt, die neben Film und Medien einen nachhaltigen Wandel in Gesellschafts-, Umwelts und Klimafragen vorantreiben wollen. Der Masterplan für die Neuplanung des sechs Hektar großen Areals sieht daher vor, möglichst viel Bestand zu erhalten. Das jüngste Projekt ist die Sanierung von Haus 1 aus dem Jahr 1997, das zu einem Empfangs- und Bürogebäude umgebaut wurde. Über dem Café im Erdgeschoss befinden sich vier flexible Bürogeschosse als Co-Working-Space und ein Dachpavillon mit Terrasse.
Neben der Farbgebung ist es die Freitreppe, die im Zickzack von der Dachterrasse hinab in den Garten führt, die dem Gebäude seine ikonische Zeichenhaftigkeit in MVRDV-Handschrift verleiht. Neben ihrer Funktion als zweiter Fluchtweg dient sie als Eventfläche. Ein weiterer öffentlicher Ort wurde mit der neuen Dachterrasse selbst geschaffen, die den Pavillon rahmt. Sie bietet eine weite Aussicht über das benachbarte Tempelhofer Feld. Dieser Fernblick wird mit einer fast 13 Meter langen und knapp drei Meter hohen Glasfassade Richtung Norden auch im Inneren der Dachaufstockung bewahrt. „Wir hatten den Wunsch, dass man geschlossen so wenig Profil wie möglich sieht und geöffnet alles weg ist“, erklärt Markus Hirschmüller die Entscheidung für das hochwärmegedämmte Schiebefenster-System cero III von Solarlux, das hier verbaut wurde. Es bietet umlaufende Fensterprofile von nur 34 Millimetern, wodurch ein Glasanteil von bis zu 98 Prozent möglich ist. Dazu ist die Bedienung intuitiv und die Handhabung trotz einzelner Flügelgewichte von vierhundert Kilogramm leichtgängig. Die stützenfreie Fassade war eine bauliche Herausforderung, die es in enger Abstimmung zwischen Architekten, Zimmerleuten und dem Hersteller zu meistern galt. Als Lösung wurde die Dachkonstruktion entsprechend überhöht und verstärkt. Um den gelben Farbton zu erhalten, wurden die Schiebefenster im Farbton RAL 1006, Maisgelb matt, pulverbeschichtet – und entsprechend wurden alle Bauteile wie Bestandsfenster, Brüstungselemente oder Treppen im gleichen Gelbton umgesetzt.
Die Cafeteria im Erdgeschoss sollte sich als zentrale Anlaufstelle auf dem Campus ebenfalls großflächig seiner Umgebung öffnen. Die Architekten lösten dies mit einem Glas-Faltwandsystem. Die Fassade lässt sich damit an drei Stellen auf einer Länge von 2,80 Meter bzw. 4,20 Meter öffnen und schafft so nahtlose Übergänge in den Garten.



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