Bauwelt

Ferienhaus in Mecklenburg-Vorpommern


Bauwelt-Preis 2023 Anerkennung: Keßler Plescher Architekten für den Umbau eines Reetdachhauses


Text: Keßler, Arne, Köln; Plescher, Katrin Julia, Köln; Krumme, Inga, Köln


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    Nur Dach und Holztrag­werk zeugen noch vom alten Ferienhaus.
    Foto: Schnepp Renou

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    Nur Dach und Holztrag­werk zeugen noch vom alten Ferienhaus.

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    Die großen Fenster inszenieren den See.
    Foto: Schnepp Renou

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    Die großen Fenster inszenieren den See.

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    Innen kamen Farben und Muster zum Einsatz, die mit Maßstäblichkeit und Außenbezügen spielen.
    Foto: Schnepp Renou

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    Innen kamen Farben und Muster zum Einsatz, die mit Maßstäblichkeit und Außenbezügen spielen.

    Foto: Schnepp Renou

Im Uferwäldchen eines Sees nahe der polnischen Grenze steht ein kleines reetgedecktes Haus. Erbaut 1958, ist das Ferienhaus des Namensgebers Dr. Funk heute im Besitz von dessen Nachfahren.
Nach mehr als 60 Jahren sollte das Haus saniert werden – nur die hölzerne Tragkonstruktion und das Reetdach blieben erhalten. Der kleinteilige Grundriss auf 38 Quadratmetern Gesamtfläche wurde aufgelöst. Das Schlafzimmer im Erdgeschoss bleibt als separater Raum bestehen. Alle dienenden Funktionen organisieren sich
in einer Schicht entlang der Außenwände. An der Eingangsfassade nimmt der raumhohe Einbau Garderobe, Stauraum, WC und Dusche auf. Da­ran schließt die Küchenzeile an, welche vor der Fassade zum See in eine raumlange Sitzbank übergeht. Das Zentrum des Hauses bildet nun eine Freifläche zum Zusammensein, in ihrer Mitte erinnert eine freistehende Stütze an den alten Grundriss. Über eine Einschubtreppe geht es auf den Spitzboden mit weiteren Schlafplätzen.
Die Materialpalette ist reduziert: rotbraune und rosafarbene Fliesen wurden in einem überdimensionalen, zum Raum verdrehten Schachbrettmuster verlegt. Das Format spielt mit der Maßstäblichkeit und verzerrt die Raumwahrnehmung. Alle Einbauten sind aus Dreischichtplatten hergestellt. Neongelbes, freistehendes Mobiliar, eigens für das Ferienhaus entworfen, setzt Kontraste. Die Küchengriffe zitieren die knallige Farbe. Wände, Fenster und Decken sind hellgrün gestrichen und schaffen Weite. Das beinahe schwarz erscheinende Dunkelgrün im Schlafzimmer lässt die Konturen des Raums verschwimmen und inszeniert den Seeblick.



Fakten
Architekten Keßler Plescher Architekten, Köln
aus Bauwelt 6.2023
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