Weiterhin im Ausnahmezustand: Die lateinamerikanische Stadt

Die WHO hat Lateinamerika und die Karibik zum „neuen Epizen­trum“ der Pandemie erklärt. Die Strategien, wie dem Coronavirus entgegengetreten wird, sind unterschiedlich: In Chile entschied man sich für dynamische, je nach Infektionszahlen pro Gemeinde geregelte Lockdowns, in Mexiko und Brasilien beharrt man auf freiwilliger sozialer Isolierung, in Argentinien, Uruguay und Peru wurden landesweite Lockdowns ausgerufen. Die Strategien sind nur mäßig erfolgreich, was unter anderem an den Stadt- und Raumstrukturen in der Region liegt, die seit den 1980er Jahren durch neo-liberale Modelle geprägt sind.

Text: Dransfeld, Agnes, Chile; Caroca, Armando, Chile

Eine Seltenheit: ein leerer Bus in Santiago de Chile.
Foto: picture alliance/NurPhoto/Felipe Vargas Figueroa

Eine Seltenheit: ein leerer Bus in Santiago de Chile.

Foto: picture alliance/NurPhoto/Felipe Vargas Figueroa


Weiterhin im Ausnahmezustand: Die lateinamerikanische Stadt

Die WHO hat Lateinamerika und die Karibik zum „neuen Epizen­trum“ der Pandemie erklärt. Die Strategien, wie dem Coronavirus entgegengetreten wird, sind unterschiedlich: In Chile entschied man sich für dynamische, je nach Infektionszahlen pro Gemeinde geregelte Lockdowns, in Mexiko und Brasilien beharrt man auf freiwilliger sozialer Isolierung, in Argentinien, Uruguay und Peru wurden landesweite Lockdowns ausgerufen. Die Strategien sind nur mäßig erfolgreich, was unter anderem an den Stadt- und Raumstrukturen in der Region liegt, die seit den 1980er Jahren durch neo-liberale Modelle geprägt sind.

Text: Dransfeld, Agnes, Chile; Caroca, Armando, Chile

COVID-19 ist ein urbanes Phänomen, neunzig Prozent der bestätigten Infizierten leben in Städten. Lateinamerika und die Karibik ist die am meist verstädterte Region der Welt, gleichzeitig herrscht dort die höchste Einkommensungleichheit. Der Gini-Koeffizient, der den Grad der Ungleichheit in der

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