Flexibel gewinnt
Der sechste campus³-Wettbewerb des Immobilien-Entwicklungsunternehmens rheform ist entschieden. Studierende aller baufachlichen Disziplinen waren gefragt, zukunftsweisende Hochschulkonzepte zu ersinnen.
Text: Ramp, Yvonne
Flexibel gewinnt
Der sechste campus³-Wettbewerb des Immobilien-Entwicklungsunternehmens rheform ist entschieden. Studierende aller baufachlichen Disziplinen waren gefragt, zukunftsweisende Hochschulkonzepte zu ersinnen.
Text: Ramp, Yvonne
Der Preis für zukunftsweisende Konzepte für Hochschularchitektur, ausgelobt von rheform, Projektentwickler und Strukturberater für Hochschulen, zeigt in der sechsten Auflage Arbeiten, die endlich nicht mehr so sehr von dem Eindrücken der Pandemie geprägt sind. Die Studierenden haben vielmehr Orte im Sinn, die Begegnungen, soziale Interaktion und Campus-Leben ermöglichen. Das ist ein gutes Zeichen, denn Lehre und Forschung leben auch vom persönlichen Austausch.
Das Preisgericht zeichnete zwei Entwürfe aus: die architektonische Arbeit „WiSo Hub“ und die städtebauliche Idee „Lehrcampus Hamburg Wandsbek“.
Das Preisgericht zeichnete zwei Entwürfe aus: die architektonische Arbeit „WiSo Hub“ und die städtebauliche Idee „Lehrcampus Hamburg Wandsbek“.
Ein 1. Preis: WiSo Hub
Der Entwurf „WiSo Hub“ stellt ein neues Gebäude für den Fachbereich Wirtschaft und Soziale Arbeit auf dem Campus der Hochschule Darmstadt dar. In dem Entwurf stehen Nachhaltigkeit, Flexibilität und Funktionalität im Fokus.
Das neue Gebäude orientiert sich an der Architektur des Campus Lichtwiese, der die Architekturfakultät beherbergt. In dem zweigeschossigen Bau sind Elemente des Darmstädter Bausystems der späten 1960er Jahre erkennbar, das sich durch seine Flexibilität und Erweiterungsmöglichkeiten auszeichnet. Auch die semitransparenten Textilfassadenelemente knüpfen an die Darmstädter Tradition an und reduzieren gleichzeitig den Kühlbedarf des Gebäudes. Das Gebäude besteht aus einer hybriden Massivholz-Skelettkonstruktion, die auf einem Betonsockel steht. Große Holzstützen und tiefe Balken bis zum ersten Stockwerk dienen als Superstruktur, die die schwebende obere Struktur mit einem kleineren Holzraster trägt.
Der Entwurf versteht sich als „lebendiger Organismus, der sich ständig verändert, anpasst und sich mit seiner Umgebung verknüpft“. In der doppelgeschossigen Konstruktion werden verschiedene Blickachsen geschaffen. Zusätzlich lässt das Projekt unterschiedliche Raumkonfigurationen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu: Lernpods, Seminarräume, Projektflächen und Rückzugsnischen ermöglichen verschiedene Arbeitsweisen.
Im Fokus des Entwurfs stehen die Einbindung in die bestehende Campusarchitektur und das Anknüpfen an die Tradition des Campus Lichtwiese. Hier gelingt es, eine kluge Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen. Insgesamt wurde die Arbeit aufgrund ihres guten Gesamtkonzepts und der gelungenen Auseinandersetzung mit der Bestandsarchitektur ausgezeichnet.
Der Entwurf „WiSo Hub“ stellt ein neues Gebäude für den Fachbereich Wirtschaft und Soziale Arbeit auf dem Campus der Hochschule Darmstadt dar. In dem Entwurf stehen Nachhaltigkeit, Flexibilität und Funktionalität im Fokus.
Das neue Gebäude orientiert sich an der Architektur des Campus Lichtwiese, der die Architekturfakultät beherbergt. In dem zweigeschossigen Bau sind Elemente des Darmstädter Bausystems der späten 1960er Jahre erkennbar, das sich durch seine Flexibilität und Erweiterungsmöglichkeiten auszeichnet. Auch die semitransparenten Textilfassadenelemente knüpfen an die Darmstädter Tradition an und reduzieren gleichzeitig den Kühlbedarf des Gebäudes. Das Gebäude besteht aus einer hybriden Massivholz-Skelettkonstruktion, die auf einem Betonsockel steht. Große Holzstützen und tiefe Balken bis zum ersten Stockwerk dienen als Superstruktur, die die schwebende obere Struktur mit einem kleineren Holzraster trägt.
Der Entwurf versteht sich als „lebendiger Organismus, der sich ständig verändert, anpasst und sich mit seiner Umgebung verknüpft“. In der doppelgeschossigen Konstruktion werden verschiedene Blickachsen geschaffen. Zusätzlich lässt das Projekt unterschiedliche Raumkonfigurationen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zu: Lernpods, Seminarräume, Projektflächen und Rückzugsnischen ermöglichen verschiedene Arbeitsweisen.
Im Fokus des Entwurfs stehen die Einbindung in die bestehende Campusarchitektur und das Anknüpfen an die Tradition des Campus Lichtwiese. Hier gelingt es, eine kluge Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen. Insgesamt wurde die Arbeit aufgrund ihres guten Gesamtkonzepts und der gelungenen Auseinandersetzung mit der Bestandsarchitektur ausgezeichnet.
Ein 1. Preis: Lehrcampus Hamburg Wandsbek
Der Entwurf „Lehrcampus Hamburg Wandsbek“ beschäftigt sich mit der Nachnutzung eines Gewerbegebiets in Hamburg Wandsbek. Es geht um die Neubelebung eines Gebiets entlang zweier prägender Achsen: dem Flusslauf des Wandse im Norden und einer zentralen, sechsspurigen Magistrale. Hierfür entwickelt die Verfasserin eine hochbauliche Lösung mit der Grundidee, Forschung, Lehre und Wohnen gemeinsam unterzubringen. Das Konzept orientiert sich an den Gegebenheiten des Bestands: die Erdgeschosszone mit höheren Decken soll Labore, Hallen und andere Großstrukturen beherbergen, die folgenden Obergeschosse Seminare und Büros, darüber sind schließlich die Wohnetagen vorgesehen. Der Entwurf bietet durch flexible Grundrisse für alle aktuellen und zukünftigen möglichen Nutzungsarten des Gebäudes Lösungen an.
Die Jury lobt den logischen Aufbau und die Stringenz des Entwurfs. Die hochbauliche Antwort der Verfasserin ist konsequent aus der städtebaulichen Vorlage abgeleitet. Das Konzept ist widerspruchsfrei.
Der Entwurf „Lehrcampus Hamburg Wandsbek“ beschäftigt sich mit der Nachnutzung eines Gewerbegebiets in Hamburg Wandsbek. Es geht um die Neubelebung eines Gebiets entlang zweier prägender Achsen: dem Flusslauf des Wandse im Norden und einer zentralen, sechsspurigen Magistrale. Hierfür entwickelt die Verfasserin eine hochbauliche Lösung mit der Grundidee, Forschung, Lehre und Wohnen gemeinsam unterzubringen. Das Konzept orientiert sich an den Gegebenheiten des Bestands: die Erdgeschosszone mit höheren Decken soll Labore, Hallen und andere Großstrukturen beherbergen, die folgenden Obergeschosse Seminare und Büros, darüber sind schließlich die Wohnetagen vorgesehen. Der Entwurf bietet durch flexible Grundrisse für alle aktuellen und zukünftigen möglichen Nutzungsarten des Gebäudes Lösungen an.
Die Jury lobt den logischen Aufbau und die Stringenz des Entwurfs. Die hochbauliche Antwort der Verfasserin ist konsequent aus der städtebaulichen Vorlage abgeleitet. Das Konzept ist widerspruchsfrei.







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