Bauwelt

Dichte auf der Kippe?

Gerät das Prinzip der Dichten Stadt ins Abseits? Die Autorin konstatiert eine Wiederkehr der städtebaulichen Rhetorik des „Jedem Sein Haus und jedem Sein Garten“, die die Krise mit den Mitteln räumlicher Separierung beantworten will. Sie verweist aber auch auf mutige Schritte, wie eine Reihe von Städten die plötzliche Leere der Straßen genutzt und durch breite Fahrradspuren ersetzt hat. Und sie lobt die Entscheidung der Stadt München, die Planung einer großen Stadterweiterung jetzt nicht in einer abgespeckten Version umzusetzen und damit der Angst vor der Pandemie nachzugeben.

Text: Weißmüller, Laura, München

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Jetzt im Freien: Der Kulturlieferdienst München versorgt die Bewohner mit Kunst vor der Haustür. Hier in der Dreimühlenstraße.
Foto: Rainer Viertlböck

Jetzt im Freien: Der Kulturlieferdienst München versorgt die Bewohner mit Kunst vor der Haustür. Hier in der Dreimühlenstraße.

Foto: Rainer Viertlböck


Dichte auf der Kippe?

Gerät das Prinzip der Dichten Stadt ins Abseits? Die Autorin konstatiert eine Wiederkehr der städtebaulichen Rhetorik des „Jedem Sein Haus und jedem Sein Garten“, die die Krise mit den Mitteln räumlicher Separierung beantworten will. Sie verweist aber auch auf mutige Schritte, wie eine Reihe von Städten die plötzliche Leere der Straßen genutzt und durch breite Fahrradspuren ersetzt hat. Und sie lobt die Entscheidung der Stadt München, die Planung einer großen Stadterweiterung jetzt nicht in einer abgespeckten Version umzusetzen und damit der Angst vor der Pandemie nachzugeben.

Text: Weißmüller, Laura, München

Wer in Vor-Corona-Zeiten über die lebenswerte Stadt sprach, der redete von Dichte. In dem Begriff konzentrierte sich all das, was eine Stadt bis dahin so anziehend gemacht hat: das Zusammentreffen von Menschen und der Austausch, der dadurch entsteht. Die Wirtschaftskraft, die sich hier bündelt. Die Vielfalt an Unterhaltung, egal ob Kino, Theater, Museum oder Zoo. Die Firmen folgten dem Sog und...

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