Wir Flüchtlinge

Text: Agamben, Giorgio, Verona

Wir Flüchtlinge

Text: Agamben, Giorgio, Verona

Flüchtlinge, so Hannah Arendt, stellen durch ihr Zwitterdasein als Behauste, aber im bürgerlichen Sinne Rechtlose, die Koppelung von Geburt und Staatsbürgerrecht in Frage. Obwohl 1943 formuliert, ist ihre These heute so aktuell wie nie zuvor. Immer mehr Menschen werden heimatlos oder suchen sich eine neue Heimat, begeben sich in fremde Räume und erobern sie für sich oder auch nicht. Die unverletzlichen und unveräußerli­chen Rechte des Menschen sind in der Charta der Vereinten Nationen definiert, hingegen sind die verfassungsmäßigen Rechte bisher an eine nationale Staatsbürgerschaft gebunden. Dieses Dogma ist nicht mehr zeitgemäß.

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