Topotek in Kuwait

Der neue Hauptsitz der Stiftung zur Wissenschaftsförderung in Kuwait vereint Offenheit und Geschlossenheit: zwei Gebäude und ein Park aus der Feder von Topotek 1

Text: Redecke, Sebastian, Berlin

    Im offenen Raumgefüge des Headquarters sind auch ein Restaurant und ein Wasserfall vorgesehen.
    Abb.: Architekten

    Im offenen Raumgefüge des Headquarters sind auch ein Restaurant und ein Wasserfall vorgesehen.

    Abb.: Architekten

    Rechts das Headquarter, links das Konferenzzentrum.
    Abb.: Architekten

    Rechts das Headquarter, links das Konferenzzentrum.

    Abb.: Architekten

    Abb.: Architekten

    Abb.: Architekten

Topotek in Kuwait

Der neue Hauptsitz der Stiftung zur Wissenschaftsförderung in Kuwait vereint Offenheit und Geschlossenheit: zwei Gebäude und ein Park aus der Feder von Topotek 1

Text: Redecke, Sebastian, Berlin

Um Kuwait ist es ruhig geworden. Spricht man vom Golf, geht es meist um die Vereinigten Ara­bischen Emirate und Qatar. Dort werden seit Jahren spektakuläre Großprojekte gebaut. Kuwait liegt weiter nordwestlich, an der Grenze zum Irak in einer geopolitisch brisanten Lage. Während der Golfkriege 1980 und 1990 hat das Land sehr gelitten. Zwar verfügt Kuwait-City heute auch über glitzernde Türme, vom sehr großen Plan bis 2030 eine neue Stadt für 700.000 Einwohner, mit dem höchsten Wolkenkratzer der Welt zu bauen, ist aber fast nichts zu sehen.
Deutlich bescheidener, nichtsdestoweniger in bester Lage, wurde Ende März ein eingeladener zweistufiger Wettbewerb mit zehn Teilnehmern für die KFAS – Kuwait Foundation for the Advancement of Science entschieden. Ihn gewann das Büro Topotek 1 Berlin/Zürich. Geplant sind für die Stiftung der Wissenschaftsförderung des Landes ein Headquarter und ein Konferenzzentrum, gelegen an zwei kleinen Hafenbecken und eingebettet in eine Parklandschaft. Auf dem 60 Hektar großen Gelände an der Küsten-Promenade von Kuwait-City befinden sich bereits Gebäude der Stiftung. Beiden geplanten Neubauten gemein ist die Form als schlicht wirkende, dennoch markante Blockstruktur mit einigen tiefen, großformatigen Öffnungen. Innen überzeugte die Jury die Raumfolge als „offene Landschaft“ – ein Eindruck, der stark mit den Fassaden kontrastiert, die, bedingt durch Überlegungen zum baulichen Sonnenschutz, eher Abgrenzung vermuten lassen. Besonders beim Headquarter, das im Erdgeschoss komplett aufgeständert ist, verzahnen sich die teilweise öffentlichen Innenbereiche mit dem Park und setzen sich über einen „Green Corridor“ zum Hafenbecken fort. Auch die Erdgeschosszone des Kongresszentrums ist offen gehalten. Ein zentrales Foyer mit Treppen und Rampen zieht sich über 12 Geschosse bis zum gläsernen Dach.
Die Fertigstellung ist 2023 vorgesehen. Die Planung und Durchführung des Wettbewerbs lag in den Händen vom Büro phase eins, Berlin.

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