Bauwelt

Ein neuer Dreiklang am Rhein

Düsseldorf plant ein neues Opern- und Balletthaus mit integrierter Musikschule und Musikbibliothek. Als „dritter Ort“ konzipiert, soll das Projekt ein breiteres Publikum anziehen.

Text: Reinfant, Christina Marie

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    1. Preis Snøhetta, Oslo

    Snøhettas Entwurf mache das Ankommen zum Erlebnis, so die Jury: ein großzügiger, transparenter Sockel mit offenem Foyer, über das sich die drei Nutzungen erschließen lassen, gefolgt von „einer fließenden dreidimensionalen Landschaft“.

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    1. Preis Snøhetta, Oslo

    Snøhettas Entwurf mache das Ankommen zum Erlebnis, so die Jury: ein großzügiger, transparenter Sockel mit offenem Foyer, über das sich die drei Nutzungen erschließen lassen, gefolgt von „einer fließenden dreidimensionalen Landschaft“.

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    Die Bibliothek ist über mehrere Etagen in das Foyer integriert. Im mittleren Baukörper liegen die öffentlichen Räume der Oper, dahinter die internen. Oberhalb befinden sich die Musikschulräume. Der prämierte Entwurfsbeitrag sei mutig und selbstbewusst.

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    Die Bibliothek ist über mehrere Etagen in das Foyer integriert. Im mittleren Baukörper liegen die öffentlichen Räume der Oper, dahinter die internen. Oberhalb befinden sich die Musikschulräume. Der prämierte Entwurfsbeitrag sei mutig und selbstbewusst.

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    2. Preis HPP Architekten, Köln/Düsseldorf, und Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

    Der zweitprämierte Entwurf zeichnet sich durch die besondere Gliederung aus: Zwei Teilgebäude nehmen die Blockrandbebauung auf und der dritte „schwebt“ über ihnen. Kern ist eine öffentliche, block- durchquerende Passage, die „Kulturgalerie“, als zentraler dritter Ort. Sie erschließt die Foyers der verschiedenen Baukörper.

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    2. Preis HPP Architekten, Köln/Düsseldorf, und Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

    Der zweitprämierte Entwurf zeichnet sich durch die besondere Gliederung aus: Zwei Teilgebäude nehmen die Blockrandbebauung auf und der dritte „schwebt“ über ihnen. Kern ist eine öffentliche, block- durchquerende Passage, die „Kulturgalerie“, als zentraler dritter Ort. Sie erschließt die Foyers der verschiedenen Baukörper.

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    Klar verteilt sind die Funktionen: Oper im größeren Baukörper, Musikschule im Bau entlang der Tonhallenstraße und interne Proben- und Funktionsräume im oberen Volumen. Die Musikbibliothek ist zwischen dem Hauptbaukörper und unter dem schwebenden Teil verortet.

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    Klar verteilt sind die Funktionen: Oper im größeren Baukörper, Musikschule im Bau entlang der Tonhallenstraße und interne Proben- und Funktionsräume im oberen Volumen. Die Musikbibliothek ist zwischen dem Hauptbaukörper und unter dem schwebenden Teil verortet.

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    Der Komplex schaffe eine hohe städtebauliche Präsenz, befand die Jury; die Kulturgalerie wurde jedoch kontrovers diskutiert. Insgesamt überzeuge der eigenständige, konsequente Entwurf durch seine urbane Geste, klare Organisation und eine gute Quartierseinbindung.

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    Der Komplex schaffe eine hohe städtebauliche Präsenz, befand die Jury; die Kulturgalerie wurde jedoch kontrovers diskutiert. Insgesamt überzeuge der eigenständige, konsequente Entwurf durch seine urbane Geste, klare Organisation und eine gute Quartierseinbindung.

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    3. Preis kister scheithauer gross architekten, Köln, und Studio Gang Architects, Chicago

    Der dritte Preis setzt auf eine höhengestaffelte Baufigur mit konkaven Fassaden. Der Kulturbau fügt sich in den Blockrand ein und hat einen beidseitigen Wiedererkennungswert. Als positiv bewertet die Jury die Adressbildung zur Straße, Eingangsbereiche, Durchwegung und funktionale Organisation mit Musikbibliothek und Foyers.

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    3. Preis kister scheithauer gross architekten, Köln, und Studio Gang Architects, Chicago

    Der dritte Preis setzt auf eine höhengestaffelte Baufigur mit konkaven Fassaden. Der Kulturbau fügt sich in den Blockrand ein und hat einen beidseitigen Wiedererkennungswert. Als positiv bewertet die Jury die Adressbildung zur Straße, Eingangsbereiche, Durchwegung und funktionale Organisation mit Musikbibliothek und Foyers.

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    Auf den obersten Ebenen befindet sich die Musikschule. Trotz enger Verzahnung des Dreiklangs führe dies aber auch zu Enge und fehlender Flexibilität, wurde kritisiert. Der Opernsaal sei zu klein und einige für den Betrieb relevante Räume seien ungeschickt positioniert.

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    Auf den obersten Ebenen befindet sich die Musikschule. Trotz enger Verzahnung des Dreiklangs führe dies aber auch zu Enge und fehlender Flexibilität, wurde kritisiert. Der Opernsaal sei zu klein und einige für den Betrieb relevante Räume seien ungeschickt positioniert.

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    Es sei ein dennoch mutiger Beitrag mit städtebaulicher Qualität, auch wenn ein stärkerer kultureller Ausdruck gewünscht war.

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    Es sei ein dennoch mutiger Beitrag mit städtebaulicher Qualität, auch wenn ein stärkerer kultureller Ausdruck gewünscht war.

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    4. Preis wulf architekten, Stuttgart, und Planstatt Senner, Überlingen

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    4. Preis wulf architekten, Stuttgart, und Planstatt Senner, Überlingen

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Ein neuer Dreiklang am Rhein

Düsseldorf plant ein neues Opern- und Balletthaus mit integrierter Musikschule und Musikbibliothek. Als „dritter Ort“ konzipiert, soll das Projekt ein breiteres Publikum anziehen.

Text: Reinfant, Christina Marie

Die deutschen Opernhäuser sind im Wandel – zumindest baulich. Köln und Berlin sanieren, Hamburg und Düsseldorf planen den Neubau. Ein Neubau im Gegensatz zur Sanierung sollte neue nationale und internationale Strahlkraft für die Städte mit sich bringen, ein diverseres Publikum jedoch nicht zwangsläufig. Damit künftig ein breiterer Teil der Bevölkerung zu den Besucherinnen und Besuchern zählt, plant Düsseldorf eine Veränderung in der Konzeptionierung hin zu einem „dritten Ort“.
Das heute denkmalgeschützte Bestandsgebäude der „Deutschen Oper am Rhein“ wurde 1875 nach den Plänen des Düsseldorfer Kunstprofessors Ernst Giese erbaut. Es befindet sich zentral an der Heinrich-Heine Allee, angrenzend an den Hofgarten und mit dem Rücken zur Königsallee. Bereits 1891 war der erste Anbau fällig; Platzbedarf besteht auch heute noch. Die Gebäudesubstanz ist mit Schadstoffen belastet und seit vielen Jahren sanierungsbedürftig. 2006 wurde die Sanierung angestoßen, 15 Jahre später fiel der Beschluss, sie wieder einzustellen.
Es folgte ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für das Bestandsgrundstück und für das Grundstück Am Wehrhahn/Oststraße, Stand-ort des ehemaligen Kaufhofs am Ende einer der meistfrequentierten Düsseldorfer Einkaufsstraßen, der Schadowstraße. Letztere Liegenschaft stand seinerzeit nicht zum Verkauf, weshalb der Rat der Stadt den Neubau am aktuellen Standort beschloss. Mit der Insolvenz von Signa wandelte sich alles; die Stadt kaufte das Grundstück. Das „Opernhaus der Zukunft“ soll nun dort, am Wehrhahn, entstehen.
Durch die Neukonzeptionierung des Kulturbaus soll das Gebäude über die klassischen Funktions- und Raumprogramme eines modernen Opern- und Balletthauses hinaus zusätzliche Nutzungen und Funktionen vereinen. Geplant ist ein Zusammenspiel aus der Deutschen Oper am Rhein, der Clara-Schumann-Musikschule und der Musikbibliothek der Stadtbücherei unter einem Dach. Künftig soll es unter anderem Platz für Forum und Foyer, Probe- und Unterrichtsräume, Konzertsäle, Bühnen, Werkstätten, Garderoben, Verwaltungsräume und Gastronomie geben.
Aus ökologischer Perspektive begrüßt die Ausloberin das Bauen im Bestand, jedoch nur, sofern dadurch die Funktionen in der Nutzung nicht relevant beeinträchtigt werden. Die Wahl der prämierten Entwürfe fiel schließlich auf Gebäude mit hauptsächlich Neubau. Inwieweit die Bauwende auch für die neue Oper gewollt ist, bleibt erst einmal offen.
Der erstplatzierte Entwurf stammt vom norwegischen Büro Snøhetta, berühmt für das Opernhaus in Oslo. Die Jury bewertet „den Entwurf insgesamt als einen mutigen, konsequent entwickelten Beitrag, dessen herausragende Qualität die konzeptionelle, sowohl selbstbewusste als auch sensible Verankerung des Projekts an seinem innenstädtischen Ort ist, mit dem ein signifikantes Erscheinungsbild geprägt wird“. Die Fassade wird als nobel und passend bewertet. Die drei Baukörper spiegeln die konzeptionelle Ebene des Dreiklangs wider.
Mit künftig drei Nutzungen wird das neue Haus fraglos dichter bespielt werden als mit der al-leinigen Opernnutzung. Ob das Publikum ein wesentlich breiteres sein wird? Eine stärkere bauliche Antwort im Bestand wäre zeitgemäßer: Ein Kaufhaus das zur Oper würde, à la Søren Pihlmann, beispielsweise. Dies entspräche zwar einer anderen Kulturbau-Ästhetik, wäre aber mutig und ökologisch und böte am Ende vielleicht einen niedrigschwelligeren Zugang zur Kultur.

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