Bauwelt

Desert Art

Hannsjörg Voth in der Bayerischen Architektenkammer

Text: Paul, Jochen, München

  • Die Mârhâ-Ebene im Süden Marokkos. Hier plant Hannsjörg Voth ab 1980 den Bau seiner sogenannten Himmelstreppe.<br />

    Die Mârhâ-Ebene im Süden Marokkos. Hier plant Hannsjörg Voth ab 1980 den Bau seiner sogenannten Himmelstreppe.

    Die Mârhâ-Ebene im Süden Marokkos. Hier plant Hannsjörg Voth ab 1980 den Bau seiner sogenannten Himmelstreppe.

  • Das Vorhaben wird finanziert durch ...<br />

    Das Vorhaben wird finanziert durch ...

    Das Vorhaben wird finanziert durch ...

  • ... den Verkauf von Ideenskizzen und Konstruktionszeichnungen.<br />

    ... den Verkauf von Ideenskizzen und Konstruktionszeichnungen.

    ... den Verkauf von Ideenskizzen und Konstruktionszeichnungen.

  • Hannsjörg Voth (Bildmitte), geboren 1940 in Bad Harzburg, Künstler und gelernter Zimmermann (und Sohn eines Architekten).<br />

    Hannsjörg Voth (Bildmitte), geboren 1940 in Bad Harzburg, Künstler und gelernter Zimmermann (und Sohn eines Architekten).

    Hannsjörg Voth (Bildmitte), geboren 1940 in Bad Harzburg, Künstler und gelernter Zimmermann (und Sohn eines Architekten).

  • Einrichtung der Baustelle: Für die Bauzeit dient ein Zelt als Unterkunft, welches nach langen Verhandlungen gekauft werden kann.<br />

    Einrichtung der Baustelle: Für die Bauzeit dient ein Zelt als Unterkunft, welches nach langen Verhandlungen gekauft werden kann.

    Einrichtung der Baustelle: Für die Bauzeit dient ein Zelt als Unterkunft, welches nach langen Verhandlungen gekauft werden kann.

  • "Ein Nomade, der so wohlhabend ist, sich ein großes Zelt leisten zu können, hat keinen Grund, es zu verkaufen". Marokkanisches Sprichwort<br />

    "Ein Nomade, der so wohlhabend ist, sich ein großes Zelt leisten zu können, hat keinen Grund, es zu verkaufen". Marokkanisches Sprichwort

    "Ein Nomade, der so wohlhabend ist, sich ein großes Zelt leisten zu können, hat keinen Grund, es zu verkaufen". Marokkanisches Sprichwort

  • Ein Opferlamm unterstützt die Suche nach einer geeigneten Stelle zum Bau eines Brunnens.<br />

    Ein Opferlamm unterstützt die Suche nach einer geeigneten Stelle zum Bau eines Brunnens.

    Ein Opferlamm unterstützt die Suche nach einer geeigneten Stelle zum Bau eines Brunnens.

  • Zentimeterweise arbeitet sich der Sprengmeister durch das harte Gestein, ...<br />

    Zentimeterweise arbeitet sich der Sprengmeister durch das harte Gestein, ...

    Zentimeterweise arbeitet sich der Sprengmeister durch das harte Gestein, ...

  • ... doch selbst in fünfzehn Metern Tiefe findet sich kein Wasser, so dass es täglich mit Tanks vom nächsten Brunnen zur Baustelle transportiert werden muss.<br />

    ... doch selbst in fünfzehn Metern Tiefe findet sich kein Wasser, so dass es täglich mit Tanks vom nächsten Brunnen zur Baustelle transportiert werden muss.

    ... doch selbst in fünfzehn Metern Tiefe findet sich kein Wasser, so dass es täglich mit Tanks vom nächsten Brunnen zur Baustelle transportiert werden muss.

  • Der Grundriss wird eingemessen.<br />

    Der Grundriss wird eingemessen.

    Der Grundriss wird eingemessen.

  • Zum Trocknen ausgelegte Lehmziegel für das Aufmauern der Treppenstufen.<br />

    Zum Trocknen ausgelegte Lehmziegel für das Aufmauern der Treppenstufen.

    Zum Trocknen ausgelegte Lehmziegel für das Aufmauern der Treppenstufen.

  • Verdichtung der Lehmerde in der Schalung.<br />

    Verdichtung der Lehmerde in der Schalung.

    Verdichtung der Lehmerde in der Schalung.

  • In die Stampflehmblöcke eingelassene Holzpflöcke dienen als einfaches Gerüst. Von Mann zu Mann wird die Lehmerde in Körben nach oben gereicht.<br />

    In die Stampflehmblöcke eingelassene Holzpflöcke dienen als einfaches Gerüst. Von Mann zu Mann wird die Lehmerde in Körben nach oben gereicht.

    In die Stampflehmblöcke eingelassene Holzpflöcke dienen als einfaches Gerüst. Von Mann zu Mann wird die Lehmerde in Körben nach oben gereicht.

  • Flechten der Schilfrohrdecken.<br />

    Flechten der Schilfrohrdecken.

    Flechten der Schilfrohrdecken.

  • Kurz vor Fertigstellung.<br />

    Kurz vor Fertigstellung.

    Kurz vor Fertigstellung.

  • Feierliche Einweihung im Herbst 1986.<br />

    Feierliche Einweihung im Herbst 1986.

    Feierliche Einweihung im Herbst 1986.

  • Die Himmelstreppe dient Voth als Wohnraum, ...<br />

    Die Himmelstreppe dient Voth als Wohnraum, ...

    Die Himmelstreppe dient Voth als Wohnraum, ...

  • ...<br />

    ...

    ...

  • ... und Atelier.<br />

    ... und Atelier.

    ... und Atelier.

  • Als eine der ersten Arbeiten entsteht hier die Skulptur IKARUS, die später auf einer von außen nicht einsehbaren Plattform am oberen Ende der Himmelstreppe angebracht wird.<br />

    Als eine der ersten Arbeiten entsteht hier die Skulptur IKARUS, die später auf einer von außen nicht einsehbaren Plattform am oberen Ende der Himmelstreppe angebracht wird.

    Als eine der ersten Arbeiten entsteht hier die Skulptur IKARUS, die später auf einer von außen nicht einsehbaren Plattform am oberen Ende der Himmelstreppe angebracht wird.

  • Montage der Flügel.<br />

    Montage der Flügel.

    Montage der Flügel.

  • Die Ausstellung "Himmelstreppe | Goldene Spirale | Stadt des Orion" im Haus der Architektur in München zeigt aktuell Zeichnungen und Modelle von Hannsjörg Voths Arbeiten in Marokko.<br />

    Die Ausstellung "Himmelstreppe | Goldene Spirale | Stadt des Orion" im Haus der Architektur in München zeigt aktuell Zeichnungen und Modelle von Hannsjörg Voths Arbeiten in Marokko.

    Die Ausstellung "Himmelstreppe | Goldene Spirale | Stadt des Orion" im Haus der Architektur in München zeigt aktuell Zeichnungen und Modelle von Hannsjörg Voths Arbeiten in Marokko.

  • Sämtliche Fotos dieser Bilderstrecke sind von Ingrid Amslinger und dem Bildband "Hassi Romi", Verlag für moderne Kunst, Nürnberg, entnommen.<br />

    Sämtliche Fotos dieser Bilderstrecke sind von Ingrid Amslinger und dem Bildband "Hassi Romi", Verlag für moderne Kunst, Nürnberg, entnommen.

    Sämtliche Fotos dieser Bilderstrecke sind von Ingrid Amslinger und dem Bildband "Hassi Romi", Verlag für moderne Kunst, Nürnberg, entnommen.

  • Der "Verein zur Erhaltung der Bauskulpturen in der Mârhâ-Ebene Marokko e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, die durch Verwitterung und Offroad-Tourismus massiv bedrohten Bauten Voths zu erhalten.<br /><a href="http://www.hannsjoerg-voth.de/16_verein.html" >Weitere Infos</a><br />

    Der "Verein zur Erhaltung der Bauskulpturen in der Mârhâ-Ebene Marokko e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, die durch Verwitterung und Offroad-Tourismus massiv bedrohten Bauten Voths zu erhalten.
    Weitere Infos

    Der "Verein zur Erhaltung der Bauskulpturen in der Mârhâ-Ebene Marokko e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, die durch Verwitterung und Offroad-Tourismus massiv bedrohten Bauten Voths zu erhalten.
    Weitere Infos

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Desert Art

Hannsjörg Voth in der Bayerischen Architektenkammer

Text: Paul, Jochen, München

Hannsjörg Voth hat auf der documenta 6 ausgestellt, er ist u.a. im Essener Museum Folkwang, in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und im Karlsruher ZKM vertreten. In der Mârhâ-Ebene im Süden Marokkos, wo der 1940 in Bad Harzburg geborene Künstler seit über 25 Jahren in den Wintermonaten lebt, hat er drei beeindruckende „freie“ Arbeiten realisiert.
Die in traditioneller Lehmbauweise gebaute „Himmels­trep­pe“ (1980–87) führt über 52 Stufen auf eine Aussichtsplattform. Bei der „Goldenen Spirale“ (1992–97) windet sich eine gemäß der Fibonacci-Reihe proportionierte Lehm­rampe samt Umfassungsmauer aus Lavabasalt-Bruchsteinen zum Eingang eines Brunnenschachts, auf dessen Grund ein aus Gold geschmiedetes „Ur-Boot“ schwimmt. Die „Stadt des Orion“ (1998–2003) schließlich bildet das Sternbild des Orion maßstabsgetreu in einem Ensemble aus 24 architektonischen Skulpturen ab.
Bevor Voth als Maler und Bildhauer zu Land Art und Concept Art fand, hatte der Architektensohn eine Zimmermannslehre abgeschlossen und an der Staatlichen Kunstschule in Bremen Verlagsgrafik studiert. Beide Ausbildungen waren wichtige Voraussetzungen für die drei Projekte. Finanziert wurden die Großskulpturen unter anderem über den Verkauf seiner projektvorbereitenden und -begleitenden Papierarbeiten – virtuose Ideenskizzen, Konstruktionspläne und figürliche Zeichnungen zugleich. An der Realisierung war Hannsjörg Voth nicht nur als Zimmermann beteiligt, sondern gleichzeitig mindestens noch als Architekt, Bauleiter, Lehmbauer, Maurer, Polier, Schmied und Steinmetz. Und als Logistiker: Welche Koordinierung es erforderte, mit einem Geländewagen, einem Traktor, einem Anhänger, einem Tankwagen, Eimern, Leitern, Flaschenzügen, Schubkarren, hölzernen Schalkästen und halbnomadisch lebenden Beduinen als Arbeitern die Stampflehm-Anlage der „Stadt des Orion“ zu errichten, vermittelt in der Ausstellung ein 23-minütiger Dokumentarfilm – eine eindrucksvolle Ergänzung zu Ingrid Amslingers atmosphärischen Schwarz-Weiß-Fotografien.
Was für ein begnadeter Reiseberichterstatter Hannsjörg Voth ist, erfuhren dagegen nur die Vernissagen-Gäste in der Bayerischen Architektenkammer: Die Schauspielerin Sybille Canonica las Passagen aus seinen Tagebüchern vor. Mitglieder des kürzlich gegründeten „Vereins zur Erhaltung der Bauskulpturen in der Mârhâ-Ebene Marokko e.V.“ – die Kunstwerke sind durch Offroad-Tourismus arg in Mitleidenschaft gezogen – erhalten die Voth-Monografien übrigens zu ermäßigtem Preis...

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