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Der Architekturwettbewerb steckt in der Krise. Die Zahl der registrierten Wettbewerbe in Deutschland sank binnen fünf Jahren um vierzig Prozent – obwohl die öffentliche Hand zuletzt so viele Planungsleistungen wie nie zuvor ausschrieb. Nur jeder fünfundzwanzigste Wettbewerb ist offen. Hohe Zugangshürden, aufwendige Abgaben und geringe Erfolgschancen stehen in der Kritik. Zugleich bieten Wettbewerbe Freiraum für Entwürfe und Chancen auf erste Aufträge. Schulen, Krankenhäuser und Kulturbauten gehen vielfach daraus hervor. Darin liegt ihr Sirenenruf: hoher Einsatz bei ungewissem Ausgang, aber auch die Aussicht auf kreative Entfaltung und Realisierung. Wie müssen sich Auslobungen, Abgaben und Jurys verändern, damit sie Neues ermöglichen? Führt ein gutes Wettbewerbswesen zu guter Architektur? Und wie überzeugen wir Auslober und Öffentlichkeit von seinem Wert? Am Ende zeigt der Blick ins Archiv, dass sich in den letzten zehn Jahren einiges, aber längst nicht alles geändert hat.
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