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Im Norden Thailands ist in den vergangenen Jahren eine Architekturszene herangewachsen, die lokale Materialien und Handwerkstraditionen mit industrieller Fertigung und zeitgenössischen Bauweisen verbindet. Büros wie Sher Maker und Yangnar Studio arbeiten zwischen Lanna-Architektur und Baumarkt, Werkstatt und Serienprodukt – und entwickeln daraus eine eigenständige Haltung zu Material und Konstruktion. Dass gerade Chiang Mai zum Labor für neue Wege in der Architektur wird, hat eine Vorgeschichte. Schon in den 1960er Jahren suchten Architekten wie Amorn Srivongse auf dem neu gegründeten Universitätscampus nach einer tropischen Moderne, die sich von traditionellen Bauformen löste, ohne Klima und lokalen Kontext aus den Augen zu verlieren. Moritz Henning hat die junge Architekturszene Chiang Mais besucht und ihre historischen Wurzeln erkundet.
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