Bauwelt

Normkonformität bestätigt

Der Kaltziegel von Leipfinger-Bader wird komplett aus recyceltem Ziegelmaterial hergestellt und kommt ohne energieintensiven Brennvorgang aus. Im Sinne des Kreislaufgedankens haucht er mineralischen Bau- und Abbruchabfällen neues Leben ein. Nun besitzt er die bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik.

  • Ziegelbruch wird in unterschiedliche Körnungsgrade zerkleinert.

    Ziegelbruch wird in unterschiedliche Körnungsgrade zerkleinert. Foto: Leipfinger-Bader

    Ziegelbruch wird in unterschiedliche Körnungsgrade zerkleinert.

    Foto: Leipfinger-Bader

  • Da auf einen Brennprozess verzichtet wird, ...

    Da auf einen Brennprozess verzichtet wird, ... Foto: Leipfinger-Bader

    Da auf einen Brennprozess verzichtet wird, ...

    Foto: Leipfinger-Bader

  • ... bleibt die natürliche Materialstruktur vollständig erhalten.

    ... bleibt die natürliche Materialstruktur vollständig erhalten. Foto: buero-magma.com, Martin Schachenhofer

    ... bleibt die natürliche Materialstruktur vollständig erhalten.

    Foto: buero-magma.com, Martin Schachenhofer

Normkonformität bestätigt

Der Kaltziegel von Leipfinger-Bader wird komplett aus recyceltem Ziegelmaterial hergestellt und kommt ohne energieintensiven Brennvorgang aus. Im Sinne des Kreislaufgedankens haucht er mineralischen Bau- und Abbruchabfällen neues Leben ein. Nun besitzt er die bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik.

Mit der Einführung des so genannten Kaltziegels hat Leipfinger‑Bader vor einigen Jahren eine Lücke im Markt geschlossen. Denn der Recyclingziegel ermöglicht erstmals eine echte Kreislaufwirtschaft im Ziegelbau. Aus Schleifstaub, Ziegelfragmenten und Abbruchmaterialien entsteht ein neuer, vollwertiger Baustoff – ganz ohne energieintensives Brennen. Damit reduziert er nicht nur den Einsatz von Primärrohstoffen und CO₂‑Emissionen, sondern zeigt der Branche einen skalierbaren Weg zu nachhaltigem Bauen. Jetzt hat der Kaltziegel die offizielle bauaufsichtliche Zulassung Z-17.13-1328 des Deutschen Instituts für Bautechnik erhalten. Dies bestätigt die technologische Reife des Systems und ebnet den Weg für den breiten Einsatz des Kaltziegels in Neubau und Sanierung. Die Zuordnung des Kaltziegels nach EN 771-3 erfolgt dabei aufgrund des kalten Herstellungsverfahrens, nicht aufgrund eines Betoncharakters des Materials.
Zugelassen ist der Baustoff jetzt offiziell als Planvollstein und Planvollblock in den Druckfestigkeitsklassen 6 bis 12. fk-Werte von 3,0 bis 4,8 MN/m² prädestinieren ihn für tragende und raumabschließende Wände. Mit einer Rohdichte von 1,60 und 1,80 kg/dm³ bietet der Recyclingziegel eine wirkungsvolle Kombination aus Stabilität und Brandschutz. Diese hohen Rohdichtewerte ermöglichen die Einstufung in die Feuerwiderstandsklassen F 30-A, F 60-A und F 90-A, wodurch der Kaltziegel auch für den Bau von Brandwänden geeignet ist. Die Mindestwanddicke für Brandwände beträgt dabei 240 Millimeter. Eine Besonderheit stellt die Zulassung für unverputzte Brandwände dar, die zusätzliche Gestaltungsspielräume im modernen Mauerwerksbau eröffnet.

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