Bauwelt

Le Mirail. Ein Stadtteil der Moderne – ohne Mitte, aber im ständigen Wandel

Le Mirail in Toulouse war eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte der Nachkriegsmoderne: Eine für 100.000 Menschen geplante Großsiedlung von Candi-lis, Josic und Woods sollte die Ideen von Team X in gebaute Realität übersetzen. Heute wird ein Großteil des Viertels abgerissen. Rundgänge durch Le Mirail zeigen nicht nur die räumlichen Qualitäten dieser Architektur, sondern auch die sozialen und politischen Folgen eines jahrzehntelangen Zustands des Übergangs und der Ungewissheit.

Text: Pouzenc, Joanne, Toulous

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    1961 wurde ein zweiphasiger, offener Wettbewerb für das Stadterweiterungsprojekt Le Mirail ausgeschrieben. Südwestlich von Toulouse sollte für die damals rund 250.000 Einwohner zählende Stadt neuer Wohnraum für 100.000 Menschen entstehen.
    Wettbewerbsplan: Candilis Josic Woods, 1961

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    1961 wurde ein zweiphasiger, offener Wettbewerb für das Stadterweiterungsprojekt Le Mirail ausgeschrieben. Südwestlich von Toulouse sollte für die damals rund 250.000 Einwohner zählende Stadt neuer Wohnraum für 100.000 Menschen entstehen.

    Wettbewerbsplan: Candilis Josic Woods, 1961

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    Blick aus den Laubengang des „Petit Varese“-Dreifußes.
    Foto: Joanne Pouzenc

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    Blick aus den Laubengang des „Petit Varese“-Dreifußes.

    Foto: Joanne Pouzenc

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    „Parcours en Utopie“, ein performativer Spaziergang von Perrine Viot und Sonia Moussay, die im Rahmen des Projekts „Court Circuit“ im Stadtteil Mirail zu Gast sind.
    Foto: Joanne Pouzenc

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    „Parcours en Utopie“, ein performativer Spaziergang von Perrine Viot und Sonia Moussay, die im Rahmen des Projekts „Court Circuit“ im Stadtteil Mirail zu Gast sind.

    Foto: Joanne Pouzenc

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    Nach dem Abriss des Collège Badiou im Stadtteil Reynerie wird die Fläche für Gemüseanbau genutzt.
    Foto: Joanne Pouzenc

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    Nach dem Abriss des Collège Badiou im Stadtteil Reynerie wird die Fläche für Gemüseanbau genutzt.

    Foto: Joanne Pouzenc

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    Der Plan von Candilis, Josic und Woods sollte eine organisch wachsende Stadtstruktur entstehen lassen. Geschäfte, Schulen, kulturelle Einrichtungen und öffentliche Räume lagen am „stem“, dem Hauptstrang, an den sich auch die Wohngebäude anschlossen.
    Foto: Jean Dieuzaide – Mairie de Toulouse, Archives municipales,776

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    Der Plan von Candilis, Josic und Woods sollte eine organisch wachsende Stadtstruktur entstehen lassen. Geschäfte, Schulen, kulturelle Einrichtungen und öffentliche Räume lagen am „stem“, dem Hauptstrang, an den sich auch die Wohngebäude anschlossen.

    Foto: Jean Dieuzaide – Mairie de Toulouse, Archives municipales,776

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    Mehrfamilienhäuser, ...
    Foto: Joanne Pouzenc

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    Mehrfamilienhäuser, ...

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    ... die Hofhäuser „Les mûriers“ im Stadtteil Bellefontaine von den Architekten Candilis, Josic und Woods.
    Foto: Joanne Pouzenc

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    ... die Hofhäuser „Les mûriers“ im Stadtteil Bellefontaine von den Architekten Candilis, Josic und Woods.

    Foto: Joanne Pouzenc

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    Workshop auf der Abbal-Platte im September 2024 von der EPFL-Professorin Charlotte Malterre-Barthes in Zusammenarbeit mit dem Maison de l’Architecture Occitanie-Pyrénées.
    Foto: Joanne Pouzenc

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    Workshop auf der Abbal-Platte im September 2024 von der EPFL-Professorin Charlotte Malterre-Barthes in Zusammenarbeit mit dem Maison de l’Architecture Occitanie-Pyrénées.

    Foto: Joanne Pouzenc

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    Fußgänger- und Autoverkehr sollten voneinander getrennt verlaufen; ...
    Foto: Jean Dieuzaide – Mairie de Toulouse, Archives municipales, 1232

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    Fußgänger- und Autoverkehr sollten voneinander getrennt verlaufen; ...

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    ... öffentliche Einrichtungen und Geschäfte den Alltag vor Ort gestalten.
    Fotos: Jean Dieuzaide – Mairie de Toulouse, Archives municipales, 1231

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    ... öffentliche Einrichtungen und Geschäfte den Alltag vor Ort gestalten.

    Fotos: Jean Dieuzaide – Mairie de Toulouse, Archives municipales, 1231

Le Mirail. Ein Stadtteil der Moderne – ohne Mitte, aber im ständigen Wandel

Le Mirail in Toulouse war eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte der Nachkriegsmoderne: Eine für 100.000 Menschen geplante Großsiedlung von Candi-lis, Josic und Woods sollte die Ideen von Team X in gebaute Realität übersetzen. Heute wird ein Großteil des Viertels abgerissen. Rundgänge durch Le Mirail zeigen nicht nur die räumlichen Qualitäten dieser Architektur, sondern auch die sozialen und politischen Folgen eines jahrzehntelangen Zustands des Übergangs und der Ungewissheit.

Text: Pouzenc, Joanne, Toulous

Unter den französischen Großsiedlungen, die von den massiven Abrissprogrammen der nationalen Agentur für Stadterneuerung ANRU1 betrof-fen sind, sorgt Le Mirail in Toulouse für besonders kontroverse Diskussionen. International bekannt wurde das Viertel als Schauplatz urbaner Gewalt, insbesondere während der Unruhen von 2005 in Frankreich. Zugleich ist Le Mirail eines der größten realisierten Beispiele für die von Team X vertretenen städtebaulichen Prinzipien, umgesetzt von Candilis, Josic und Woods. Heute ist der Abriss weiter Teile von Mirail ein zentraler, aber hoch umstrittener Teil des Stadterneuerungsprogramms von Toulouse.
„Details sind sehr wichtig“
Auf Initiative von Louis Bazerque, Bürgermeister der Stadt Toulouse von 1958 bis 1971, sah der Architekturwettbewerb von 1961 den Bau eines neuen Stadtteils für 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner vor – zu einer Zeit, als Toulouse insgesamt nur rund 250.000 Köpfe zählte. Das ehrgeizige kommunale Projekt erstreckte sich über 680 Hektar im Südwesten der Stadt. Bei einem Besuch in Le Mirail im Jahr 1992 räumte der Architekt Georges Candilis selbst ein, dass das Projekt überdimensioniert sei. Mit Blick auf den schlechten Zustand einiger Bauwerke sagte er: „Das sind Details. Aber leider sind Details im Leben der Menschen sehr wichtig.“2
Tatsächlich wurde das Gesamtprojekt nie so realisiert, wie es von den Architekten geplant war. Das aus stems, webs und clusters, also aus Stämmen (multifunktionalen Strängen), Netzen (vielschichtigen Strukturen) und Ballungen (also Gruppierungen von Wohnungen und Räumen) bestehende Raster sollte ursprünglich fünf Quartiere prägen: Bellefontaine, Reynerie, Mirail‑Université, Pradetteund Basso Cambo. Letztlich ist die Architektur von Team X nur in zweieinhalb dieser Quartiere erkennbar, die zwischen 1962 und 1972 gebaut wurden – bis zur Abwahl von Bürgermeister Bazerque und seiner Niederlage gegen Pierre Baudis. Bereits ab 1972 begannen die ersten Abrisse an einem Ende des Viertels, noch bevor die Bauarbeiten am anderen Ende abgeschlossen waren. Seitdem befindet sich Le Mirail in einem permanenten Transformationsprozess.
Die Tripodes, die großen, Y-förmigen Wohngebäude, aber auch die Dalle, eine durchgehende, vom Erdgeschoss abgehobene Fußgängerebene, auf der sich die öffentlichen Einrichtungen entwickeln sollten (Läden aller Art, Schulen, soziokulturelle Zentren sowie zivile Einrichtungen) wurden zu Symbolen der Verwahrlosung, die schließlich abgerissen werden sollten.
Rundgänge, Workshops und Proteste
Ein Kulturprojekt brachte die benachbarte Universität auf die Idee der Entwicklung eines großräumig angelegten, stadtnahen Wanderwegs. Wir, die Maison de l‘Architecture Occitanie-Pyrénées, beauftragten in Zusammenarbeit mit dem Musikkollektiv Freddy Morezon die Architektin Perrine Viot und die Historikerin Sonia Moussay, die beide in Le Mirail leben beziehungsweise arbeiten. Gemeinsam mit der Bewohnerschaft entwickelten sie in mehreren Workshops diesen Weg. Es entstanden ein performativer Spaziergang, eine Ausstellung in unserem Haus sowie neue Spaziergangsrouten zur Vermittlung von Baukultur.
Die Rundgänge hätten allein von der Nostalgie für eine einst als Utopie gedachte Architektur geprägt sein können, von den ungewöhnlichen städ-tischen Landschaften oder von den Wegen von Frauen und Kindern, die im öffentlichen Raum weniger sichtbar sind. Letztlich zeigten uns diese Gänge die Realität der einzelnen Orte dieser großen Ensembles, die sich jeweils in unterschiedlichen Phasen des Übergangs befinden.
Wir entdeckten den „Petit Varese“, den einzigen Tripode, dessen Sanierung die Bewohner gemäß dem Vorschlag des ehemaligen Bürgermeisters auswählen konnten. Er beherbergt heute solidarische Wohngemeinschaften: Studierende zahlen eine sehr niedrige Miete und unterstützen im Gegenzug einige Stunden im Monat die Hausgemeinschaft. Beim Umrunden der Gebäudeflügel führten uns die Spaziergänge fast unmerklich von ei-ner durch und durch urbanen Atmosphäre in eine von Grünräumen geprägte Umgebung. In den Senken dieser grünen Räume zeugen heute kaum noch genutzte Kinderspielplätze von der Leere, die durch die Umsiedlung bereits entstanden ist.
Wir besuchten den „Messager“3, den letzten großen Tripode in Privateigentum, dem ein Abrissbeschluss drohte. Eine gute Handvoll Eigentümerfamilien leistete noch Widerstand. Sie lebten in ihren Wohnungen ohne Aufzug, ohne Wartung, ohne Beleuchtung in den Fluren und mit zunehmend unerwünschten Besuchern, die hier eine provisorische Unterkunft suchten. Inzwischen ist das Gebäude geräumt, mit den Abrissarbeiten wurde im Januar 2026 offiziell begonnen. Das Gebäude wird Stück für Stückabgetragen, um die Materialien zu recyceln.
Die Überreste des 2022 abgerissenen Collège „Raymond Badiou“ – benannt nach dem Vater des Philosophen Alain Badiou – waren kaum noch zu erkennen. Ein temporäres Projekt für urbane Landwirtschaft hatte die Spuren fast vollständig getilgt. Hier kann heute Gemüse angebaut und gekauft werden, jedoch kein Obst – die Nutzung ist jeweils nur für eine Saison garantiert, zu kurz für die Anpflanzung von Bäumen.
Auf der Place Abbal versammelten wir uns an einem Ort mit wenigen Geschäften und einigen sozialen Einrichtungen, die es noch gibt, und die im Kontrast zu einem informellen Markt stehen, der sich jeden Tag einfindet. Auf dem verbleibenden Teil der Dalle trafen wir temporär untergebrachte Initiativen des Collectif Abbal und sahen die Tänzerinnen der Ausbildungs-Compagnie Fidia Diala zu, die stolz über die Betonflächen tanzten. Dort begegneten wir schließlich auch Jugendlichen, die zuvor, auf dem Platz weiter unten, nicht zu sehen waren.
Schließlich umrundeten wir den See, den bereits im 18. Jahrhundert als Teil des angrenzenden Schlosses angelegten Lac de la Reynerie. Er wurde in den 1970er Jahren für den Bau von Le Mirail ausgebaut und vertieft. Wir betrachteten aus der Ferne eine Landschaft, die nie mehr so sein wird, wie sie vor wenigen Jahrzehnten war – und die sich auch morgen weiter verändern wird. Denn der Abriss geht weiter, trotz langjähriger Proteste, zu dem sich noch im Februar ein Moratorium für den Erhalt gesellte, an dem sich auch Lacaton & Vassal und Jean Nouvel beteiligt hatten.
Transformation als aufgezwungene Strategie
Wir besuchen Le Mirail regelmäßig – und jedes Mal sind wir aufs Neue überrascht: Zwischen zwei Besuchen sind Gebäude verschwunden. Obwohl wir die entsprechenden Ankündigungen gelesen, die Bauzäune gesehen und die Aktionen der Bewohnerschaft verfolgt haben, ist die Überraschung da. Temporäre Projekte, die auf Zwischennutzungsverträgen basieren, entstehen meist in der Hoffnung, über ihre eigentliche Laufzeit hinaus bleiben zu können. Manche Bewohner lebten jahrelang „auf gepackten Koffern“, unter der Androhung eines Abrisses, der immer wieder verschoben wurde – niemand wusste, wie lange.
Abriss und Stadterneuerung sind Akte großer Gewalt – städtebaulich, so-zial, menschlich, ökologisch und wirtschaftlich. Und auch das Aufzwingen eines Übergangszustandes ist eine Form von Gewalt: Denn was verschwinden soll, wird nicht mehr gepflegt. Der Übergang kann – bewusst oder unbewusst – Teil einer Strategie werden, um radikale Veränderungen akzeptabel zu machen. Menschen, die von temporären Situationen profitieren, wohnen selbst oft nicht im Quartier, und das lange Übergangsstadium lässt in Vergessenheit geraten, dass es sich hier dauerhaft leben ließe. Permanente Unsicherheit verhindert Zukunftsgedanken, Engagement, Pflege und kollektive Organisation – und damit auch mögliche Formen des Widerstands.
Das Temporäre verstetigen – ein Modell?
Le Mirail ist kein Einzelfall. Gerade in solch großen Wohnsiedlungen verteidigen Architektinnen und Architekten zusammen mit Bewohnern die Qualitäten des Bestehenden und entwickeln kreative Wege, um zu transformieren statt abzureißen. Angesichts der heutigen Schwierigkeiten, Wohnungen vergleichbarer Qualität zu bauen – großzügig, durchlüftet, mit Gemeinschafts‑ und Grünräumen sowie guter Anbindung –, und angesichts der ökologischen und finanziellen Kosten des Abrisses, stellen sich grundlegende Fragen: Welches Problem soll der Abriss lösen, das zukünftige Stadtformen mit Sicherheit besser bewältigen können? Ist Abriss unausweichlich? Könnte die Vorplanung nicht genutzt werden, um zunächst die Qualität des Bestehenden zu erkennen und anschließend die ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und individuellen Folgen eines Abrisses mit denen einer Sanierung zu vergleichen? Könnte man verschiedene Alternativen ausprobieren, anstatt über Jahre hinweg die Menschen
zu verdrängen? Und was ist mit der Verantwortung für jene, die man in diesen langen Phasen des Übergangs sich selbst überlassen hat?
Zahlreiche Beispiele in Frankreich und Europa zeigen, dass Zwischennutzungen und Strategien der Fürsorge zu dauerhaften Nutzungen füh-ren können. Diese Projekte bieten keine universellen Lösungen. Aber sie laden dazu ein, Planung und Architektur neu zu denken: schrittweise, mit dem Bestehenden, in jeder Phase der Transformation vorwärts zu gehen – statt ein vermeintlich endgültiges Bild zu entwerfen, das es am Ende nie gegeben hat.
Aus dem Französischen von Kaye Geipel
1 ANRU, Agence Nationale pour la Rénovation Urbaine, wurde 2003 gegründet. Die staatliche Einrichtung koordiniert und finanziert große Programme zur Erneuerung von Wohnsiedlungen und benachteiligten Stadtquartieren.
2 „L’architecte Candilis retrouve le Mirail“, 27.11.1992. https://www.ina.fr/ina-eclaire-actu/video/rbc03004501/l-architecte-candilis-retrouve-le-mirail
3 Tkhayyare, Iness. « La plus belle vue de Toulouse » dans Plan L**** 210, Faveurs du Logement. https://planlibre.eu/la-plus-belle-vue-de-toulouse/

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