Bauwelt

Wohnen im Krieg

Text: Philipp Meuser

  • Stahlskelett und Ziegel­steine: Wiederaufgebaute Teilsektion eines kriegs­zerstörten Plattenbaus in Krywyj Rih, 2026

    Stahlskelett und Ziegel­steine: Wiederaufgebaute Teilsektion eines kriegs­zerstörten Plattenbaus in Krywyj Rih, 2026 Foto: Philipp Meuser

    Stahlskelett und Ziegel­steine: Wiederaufgebaute Teilsektion eines kriegs­zerstörten Plattenbaus in Krywyj Rih, 2026

    Foto: Philipp Meuser

Wohnen im Krieg

Text: Philipp Meuser

Der Wiederaufbau der Ukraine wartet nicht auf den Frieden. Er läuft unter Beschuss, und wer schon heute repariert, entscheidet mit darüber, was in zwanzig Jahren noch möglich ist. Die Wohnungsbauexperten Knut Höller und Yuliia Popova nehmen sich dafür das Unsichtbare vor: ein neues Wohnungsrecht, den Aufbau kommunaler Wohnungsunternehmen, arbeitsfähige Verwaltungen. Ingenieur Oleksii Markov und Architekt Philipp Meuser prüfen an zwei Plattenbauten in Krywyj Rih, wie Notsicherung, Instandsetzung und spätere Modernisierung ein skalierbares Verfahren ergeben. Karl Schlögel schließlich hat wie kein anderer die Städte Osteuropas für das deutschsprachige Publikum lesbar gemacht. Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2025 nimmt sich erneut das ostukrainische Charkiw vor, eine Stadt aus fünf Schichten, und fragt, was von ihr bleibt, wenn sie unter Dauerbeschuss steht. Drei Beiträge, ein Befund: Weiterbauen ist in der Ukraine eine Form der Selbstbehauptung.

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