Wohnen im Frieden
Text: Kirsten Klingbeil
Wohnen im Frieden
Text: Kirsten Klingbeil
Die Nachfrage nach neuem Wohnraum bleibt in etlichen Städten beständig hoch. Statt auf der grünen Wiese am Stadtrand zu bauen, lässt sich ein Teil dieses Bedarfs auch durch die Weiterentwicklung bestehender Wohnsiedlungen decken. Diese können nicht nur als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen dienen, sie bieten vor allem die Chance, neue Wohnungen in gewachsenen Strukturen zu schaffen. So lässt sich graue Energie bewahren, zusätzliche Bodenversiegelung vermeiden und vorhandene Infrastruktur weiter nutzen. In Frankfurt am Main und München machen zwei Siedlungen vor, wie dank Sanierung und Erweiterung neuer innerstädtischer Wohnraum entstehen kann – und das, ohne die bestehende Mieterschaft gegen zahlungskräftigere Neumieter auszutauschen. In Köln hingegen war ein Abriss unvermeidbar. Auf der frei gewordenen Fläche steht nun ein 132 Meter langer Riegel, der neben mehr Wohnungen auch Gewerbe und sozialen Einrichtungen Raum bietet und so zu einem urbanen Umfeld mit kurzen Wegen beiträgt. Noch in der Erprobung oder im Umbau befinden sich in Leipzig und Stendal Ideen für die Umnutzung des Ost-Klassikers, der WBS-70-Platte. Mit mehr oder weniger großem baulichem Aufwand sollen hier neue Wohnkonzepte gelebt werden.






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