Brutal modern.

Bauen und Leben in den 60ern und 70ern


Datum 13.10.2018-07.07.2019 Termin merken
Location
Landesmuseum Braunschweig
Burgplatz 1
38100 Braunschweig
Mo geschlossen, Di - So 10 bis 17 Uhr, jeden 1. Di im Monat bis 20 Uhr
Ausstellung
URL www.3landesmuseen.de


Nüchtern, reduziert und sachlich prägen sie bis heute das Bild unserer Städte: Die Bauten der Nachkriegs-Moderne aus den 60er und 70er Jahren.

Alles außer nüchtern und sachlich ist jedoch die öffentliche Wahrnehmung dieser baulichen Zeitzeugen der frühen Bundesrepublik. Nur wenige Dinge polarisieren so stark wie die Architektur der 60er und 70er Jahre. Der 1960 eröffnete Bahnhof in Braunschweig, 1993 unter Denkmalschutz gestellt, landete im Januar 2015 beispielsweise auf einer unrühmlichen Bestenliste der Zeitschrift „Der Spiegel“ zum Thema: „Abrisswürdige Bausünden: Architektonische Scheußlichkeit“. Demgegenüber stehen regelrechte „Fanclubs“ der Gebäude, wie die 2012 im Braunschweiger Land entstandene Initiative „ACHTUNG modern!“ oder die 2015 ins Leben gerufene Kampagne #SOSBrutalism des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt. Sie verzeichnet insbesondere auf foto-affinen Social Media Plattformen wie Instagram weiterhin großen Zulauf. Ausgehend von der Initiative „ACHTUNG modern!“ greift das Braunschweigische Landesmuseum die brandaktuelle Frage nach dem Wert der Nachkriegsarchitektur auf. Denn die Gebäude sind in die Jahre gekommen, und vielerorts stellt sich akut die Frage: Abreißen oder Sanieren?

Vorgestellt werden 20 Gebäude aus der Region Braunschweig-Wolfsburg-Salzgitter, von denen einige bei vielen auf der Besten-Liste „architektonischer Scheußlichkeiten“ landen würden. Ihre Architektur gilt häufig als hässlich, kalt und seelenlos. Sieben dieser 20 Gebäude – darunter Kirchen, eine Schule, Verwaltungs- oder Veranstaltungsstätten, Fabriken und Universitätsinstitute – stehen zur Zeit unter Denkmalschutz.

Foto: Heinrich Heidersberger


Rezension

12.2019

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