Die Nischen Gottes
Bauwelt 26.2012 vom 06.07.2012
Die Nischen Gottes
In Zeiten schwindender Mitgliederzahlen gehen viele Gemeinden in die Offensive und stellen Architekten vor neue Herausforderungen. Ganzkörpertaufbecken, Kolumbarium und zeitgenössische Kunst ziehen in Gotteshäuser ein.
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„In Tirol machten sie das genaue Gegenteil“
Christoph Hölz und Klaus Hackl im Gespräch Aicher, Florian, Leutkirch„Tiroler Stubenmöbel der 20er und 30er Jahre“ heißt die aktuelle Ausstellung des Archivs für Baukunst der Universität Innsbruck. Christoph Hölz, Leiter des Archivs, und Klaus Hackl, Produktgestalter aus München, haben die Schau konzipiert und seltene Originalmöbel, Interieurs und Bildmaterial zusammengetragen – eine Art Zwischenbericht zur Erforschung und Sicherstellung einer vom Vergessen bedrohten Tiroler „Schule“ jener Zeit.
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Design-Wunderkammer
Thomas Heatherwick im Londoner Victoria and Albert Museum Brensing, Christian, BerlinDie Welt des britischen Designers und selbsternannten Architekten Thomas Heatherwick – er studierte 3-D Design in Manchester und am Royal College of Art in London – liegt irgendwo zwischen Leonardo da Vinci und William Heath Robinson, dem humorvollen Londoner Karikaturisten und Illustrator, der für seine ausgeklügelten Nonsens-Maschinen bekannt wurde.
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Baden? Wohnen? Baden und wohnen?
Streit um den Potsdamer Brauhausberg Grünzig, Matthias, Berlin2005 erregte der Plan für ein von Oscar Niemeyer entworfenes Freizeitbad am Potsdamer Brauhausberg die Gemüter. Nun sorgt erneut ein Schwimmbadprojekt für Zündstoff am Berg. Warum eine Bürgerbefragung zwar ein eindeutiges Votum brachte, aber kein Ende der Auseinandersetzung.
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Eine Frage des Lichts
Wohnen in der Hamburger Speicherstadt Seifert, Jörg, HamburgWohnen in der Hamburger Speicherstadt? Bisher galt dies als unmögliches Vorhaben. Nun untersuchte ein Ideenwettbewerb das Potenzial der denkmalgeschützten Blöcke.
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Kirchen in der Offensive
Editorial Klingbeil, Kirsten, BerlinIn Zeiten schwindender Mitgliederzahlen gehen viele Gemeinden in die Offensive und stellen Architekten vor neue Herausforderungen. Ganzkörpertaufbecken, Kolumbarium und zeitgenössische Kunst ziehen in Gotteshäuser ein.
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St.-Marien-Kirche
Urlaubskirche am Wattenmeer Seifert, Jörg, HamburgEigentlich ist die katholische Gemeinde der St.-Marien-Kirche in Schillig zahlenmäßig viel zu klein, als dass ihre sanierungsbedürftige Kirche einen Neubau gerechtfertigt hätte. Die vielen Urlauber in dem beliebten Nordseebad waren indes Grund genug für die Entscheidung. Bei ihrem Entwurf haben sich Königs Architekten aus Köln vom Meer inspirieren lassen.
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Umgestaltung St. Petri-Pauli Kirche
Übergießen, Ein- oder Untertauchen Klingbeil, Kirsten, BerlinNach der Sanierung des Luther-Geburtshauses und dem Neubau des Besucherzentrums eröffnete im April eine weitere Luther-Gedenkstätte in der Lutherstadt Eisleben. Die St. Petri-Pauli Kirche wurde von AFF Architekten zu einem Taufzentrum umgestaltet.
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Dortmunder Liebfrauenkirche
Urnenbestattung in der Grabeskirche Brinkmann, Ulrich, BerlinDie Umnutzung zum Kolumbarium sollte den Bestand der Dortmunder Liebfrauenkirche für Stadt und Gemeinde sichern. Volker Staab hat für die heute alltägliche, aber eigentlich „unchristliche“ Kremation eine Raumidee umgesetzt, die dem traditionellen Erdbegräbnis verpflichtet ist.
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Iglesia de la Consolación
Zeitgenössische Kunst und katholische Liturgie Cohn, David, BarcelonaDie Katholische Kirche in Spanien ist wichtige Auftraggeberin für die Architekten Ignacio Vicens und José Antonio Ramos aus Madrid. Die Verbindung von zeitgenössischer Kunst und katholischer Liturgie war auch bei ihrer fünften Gemeindekirche, der Iglesia de la Consolación in Córdoba, maßgebend für den Entwurf.
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Umnutzung der St. Agnes Kiche
Interview mit Arno Brandlhuber Thein, Florian, BerlinAus finanziellen Gründen gab die Katholische Kirche 2004 das Kirchengebäude ihrer drastisch geschrumpften Gemeinde St. Agnes in Berlin-Kreuzberg auf. Nach Zwischenvermietung an eine Freikirche erwarb es Ende letzten Jahres der Galerist Johann König. 1965–67 im brutalistischen Stil von Werner Düttmann errichtet und zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellt, soll der Kirchenraum zukünftig Ausstellungen aufnehmen. Die Umwidmung konzipiert das Berliner Büro Brandlhuber+ Emde, Schneider. Einzige Maßnahme: ein eingestellter Betontisch, der den Hauptraum horizontal teilt.






