Zugang zu den Siebzigern
Bauwelt 46.2011 vom 02.12.2011
Zugang zu den Siebzigern
In Erlangen, Berlin und London standen Architekten vor einem Balanceakt: Es galt Handhabung und Wahrnehmung von sperrigen Objekten zu verbessern, ohne das Vorgefundene mit übertriebener Extravaganz zu entwerten.
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„Die besten Lehrer haben ihren Schülern beigebracht, wie man Fragen stellt“
Hani Rashid im Gespräch Meyer, Friederike, BerlinIm Oktober übernahm Hani Rashid, der Mitbegründer des New Yorker Büros Asymptote, die Nachfolge von Wolf D. Prix an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Neben Zaha Hadid und Greg Lynn leitet er nun eines der drei Entwurfsstudios am Institut Architektur. Vier neue Studenten wurden in diesem Semester bei ihm aufgenommen. Wir sprachen mit Hani Rashid über das, was er ihnen beibringen will und welche Fähigkeiten sie mitbringen müssen.
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Agieren im Dreiländereck
IBA Basel auf Profilsuche Escher, Gudrun, XantenIm Dreiländereck zwischen Schweiz, Frankreich und Deutschland leben und arbeiten über 800.000 Menschen, viele überqueren täglich die Grenze zum Nachbarland. Das Motto der für dieses Gebiet im Jahr 2010 ausgerufenen IBA Basel lautet denn auch „Gemeinsam über Grenzen wachsen“.
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Bilder aus Italien
Das Architekturarchiv von Christ & Gantenbein Brinkmann, Ulrich, Berlin"Weder Kunstgeschichte noch Retrohaltung waren der Antrieb“, schreiben Christ & Gantenbein in der Einleitung ihres Buchs „Bilder aus Italien“. Der Band ist der Auftakt zu einer ins Auge gefassten Reihe, die in den nächsten Jahren Themen der Architektur der beiden behandeln soll.
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Tabernakel, Taufstein, Altarkreuz
DG-Kunstpreis für Rudolf Bott Paul, Jochen, MünchenDass der Künstler Rudolf Bott eine ebenso starke wie eigenwillige Persönlichkeit ist, sieht man seiner Ausstellung in den Galerieräumen der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst (DG) sofort an: Während die drei mannshohen Vitrinen im vorderen Teil auf den Millimeter genau im Goldenen Schnitt ausgerichtet sind, hat der gelernte Gold- und Silberschmied seine Arbeiten im rückwärtigen Raum bewusst ohne erkennbare Ordnung arrangiert.
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Dröhnendes Schweigen in Köln
Moscheestreit Winterhager, Uta, BonnPaul Böhm, dem Architekt der Kölner Moschee, ist vom Bauherrn der Vertrag gekündigt worden. Vordergründig geht es um eine absurd lange Liste von Mängeln, obwohl die Baustelle noch längst nicht abgeschlossen ist. Doch es geht auch um Ikonographie und Integration, um Symbolik und Politik. Die Fronten sind verhärtet. Ein Scheitern des Projekts dürfte nicht ohne Auswirkungen auf ähnliche Bauvorhaben in anderen deutschen Städten bleiben.
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Neu bauen oder sich einrichten?
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin Brinkmann, Ulrich, BerlinDas Ergebnis des Wettbewerbs zum Umbau des Berliner Deutschlandhauses in ein Informations-, Dokumentations- und Ausstellungszentrum für die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist uneindeutig – die Jury hat zwei völlig gegensätzliche Konzepte mit einem ersten Preis bedacht.
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Feeding the planet
Egon-Eiermann-Preis wird 20 Jahre alt Kasiske, Michael, BerlinIm Aedes Network Campus in Berlin beging die Eternit AG am 18. November, zusammen mit der aktuellen Preisverleihung, das 20-jährige Jubiläum des Egon-Eiermann-Preises.
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Projekt Alltagsarchitektur
Einleitung Brinkmann, Ulrich, BerlinDie Alltagsarchitektur der siebziger Jahre gilt heutzutage Vielen als Tiefpunkt der Baugeschichte, und zwar unter Laien wie Architekten.
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Institutsgebäude an der Friedrich-Alexander-Universität
Den Stilbruch meistern Brinkmann, Ulrich, BerlinVier neue Räume für ein Gebäude der Universität Erlangen-Nürnberg. Genug für Schulz & Schulz, um einen neuen Sockel zu formulieren, der dem Ganzen zu einer besseren Verankerung auf dem Campus verhilft.
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Hotel an der Bernauer Straße
Klare Raumgrenzen schaffen Weinz, Fanziska, BerlinEinst geteilte Stadt, heute schillernde Touristenmetropole – diese beiden Aspekte Berlins hat sich der Verein Schrippenkirche gegenüber der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße zu Nutze gemacht. Steiner Weißenberger haben ein unrentables Altenheim zum Hotel umgebaut und dabei Resträume aufgelöst.
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St. Joseph`s Primary School
Starre Aufteilung variabler machen Schabel, Anna, LondonDas junge Londoner Büro Pie Architects hat mit sorgfältigen Details und einfachen Materialien das ungeliebte Schulgebäude der St. Joseph’s Primary School in London aufgewertet und den Kindern neuen Raum zum Spielen und Forschen gegeben.
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Individualisten im Fertighaus?
Weckherlin, Gernot, BerlinDer schlechte Ruf des Eigenheims – zumal als Fertighaus – hat Tradition. Kulturkritische Wissenschaftler wie der Soziologe Pierre Bourdieu brandmarkten den bis heute dominierenden Wohntraum im preiswerten Eigenheim in erhofft erfreulicher Landschaft als „Trugbilder einer vorgeblichen individuellen Form des Wohnens“. Architekten ignorieren dieses Produkt einer blühenden Industrie, da auf diesem Markt für sie ohnehin nichts zu verdienen ist, oder sie kritisieren die fatalen städtebaulichen Konsequenzen der Landschaft zerstörenden Scheinidyllen.






