Der Umbau von Bürobauten der Fünfziger zu Wohnungen lohnt sich nur begrenzt. In Hamburg-Othmarschen und in Köln-Weiden-Lövenich war die Realisierung der aufwendigen Projekte nur dank dem Engagement der Eigentümer und der guten Lage möglich.
Die Welt an sich ist nicht genug. Die Welt ist schöner, spektakulärer, erhabener, wenn sie inszeniert wird. Die Alpen sind ein Teil der Welt, den viele eigentlich für erhaben genug halten. Was sollte man an einer so grandiosen Landschaft noch inszenieren?
Autor/in: Fischer, Ludger, Brüssel
Architekt(en): Steinert & Steinert Architekten, Garmisch-Partenkirchen; Terrain: Loenhardt & Mayr, München; Mayr Ludescher Partner, München; M9 Architekten Senfter + Lanzinger, Innsbruck
Seit seiner Gründung im Jahr 1979 hat sich das Münchner Büro Nickl & Partner – nach zwei Kirchenbauten – zu einem der deutschland-, wenn nicht europaweit führenden Büros für Kliniken, Krankenhäuser sowie medizinische Institute und Forschungszentren entwickelt. Trotzdem kommen in der Jubiläumsausstellung „Architektur für individuelle Lebensräume“ diese Baugattungen nur am Rande vor.
Autor/in: Paul, Jochen, München
Architekt(en): Nickl & Partner, München
Auf dem Papier überzog Bruno Taut (1880–1938) ganze Landschaften mit phantastischer Architektur. Als einer der Wortführer der Avantgarde im Berlin der Weimarer Jahre entwarf er in seinem bis heute faszinierenden Bilderzyklus „Alpine Architektur“ die Utopie eines völligen Neubaus der Welt. Er wollte die Architektur revolutionieren, die Natur mit der Kunst verbinden. Und in der Realität ist ihm dies – bei seinen Siedlungsbauten – auch gelungen.
Autor/in: Scheffler, Tanja, Dresden
Architekt(en): Taut, Bruno (1880–1938)
Gutes Design ist innovativ. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar. Gutes Design ist ästhetisches Design. Gutes Design macht ein Produkt verständlich. Gutes Design ist unaufdringlich. Gutes Design ist ehrlich. Gutes Design ist langlebig. Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail. Gutes Design ist umweltfreundlich. Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.
Autor/in: Rathfelder, Birgit, Stuttgart
Architekt(en): Rahms, Dieter
zu: Wohnen auf dem Mauerstreifen, Heft 47.09, „Die letzte Seite“
Leserbriefe
Autor/in: Legewie, Heiner, Berlin
Das Jubiläumsjahr vom Ende der Luftbrücke ist vorübergegangen, ohne dass sich irgendjemand Eduard Ludwigs erinnert hätte. Dies ist vielleicht nicht weiter verwunderlich, hat doch der Architekt und geistige Urheber des Luftbrückendenkmals selbst nie von der Popularität seines Werks profitiert. Doch es gibt nun eine zweite Gelegenheit für ein Gedenken an Ludwig: In diesem Jahr jährt sich sein Todestag zum 50. Mal.
Autor/in: Kowa, Günter, Berlin
Architekt(en): Ludwig, Eduard (1906-1960)
Europan 10 ist entschieden. 19 Länder, 62 Städte, 2429 Vorschläge – kein anderer Wettbewerb weltweit erzeugt derart viel Material. Vor der länderübergreifenden Auswertung im Mai werfen wir einen Blick auf die deutschen Standorte und Warschau.
Autor/in: Meyer, Friederike, Berlin
Europan 10
Revitalisierung: Urbane Akupunktur, Leisnig
Architekt(en): Raab, Alexander (DE); Heckhausen, Philip (DE)
Europan 10
Kolonisation: Urbaner Fußabdruck, Nürnberg
Architekt(en): Iotti, Paolo (IT); Pavarani, Marco (IT)
Europan 10
Kolonisation: Urbaner Fußabdruck, Nürnberg
Architekt(en): Phiffer, Adrian (RO)
Europan 10
Revitalisierung: Lineare öffentliche Räume, Warschau
Architekt(en): González Alfaya, Luciano (ES), Múñiz Núñez, Patricia (ES)
Der Lübecker Architekt Helmut Riemann erhielt nicht nur den Auftrag, die drei ehemaligen Bauten der Verwaltung aus den Fünfzigern der Reemtsma Cigarettenfabriken umzubauen, sondern auf dem Areal auch Neubauten zu errichten. Und er konnte sich der Reemtsma-Villa selbst widmen. Sie wurde umfangreich saniert und in Teilen wieder einmal verändert.
Autor/in: Höhns, Ulrich, Oldenbüttel
Architekt(en): Helmut Riemann Architekten, Hamburg
Das alte Rathausgebäude war nach mehreren Zwischennutzungen in schlechtem Zustand und hatte keine Zukunft mehr. Die Raiffeisenbank Frechen-Hürth griff wegen der guten Lage dennoch zu und ließ den Bau zum „Ludwig-Gies-Park“ umplanen. Franz Markus Moster vom Büro Format Architektur fand Raum für acht „Reihenhäuser“.
Autor/in: Redecke, Sebastian, Berlin
Architekt(en): Format Architektur, Köln
Ausgangspunkt für die neue Deckenkonstruktion der Berliner Architekten Ludloff und Ludloff mit Finnforest Merk war eine absurd klingende Idee: Man stelle sich einen Träger vor, der in viele Teile zerlegt wird und dessen Segmente dann schief und schräg auf eine Deckenplatte geklebt werden.
Autor/in: Haberle, Heiko, Berlin
Architekt(en): Ludloff+Ludloff Architekten, Berlin
Mit dem Ende der DDR ging im Osten Deutschlands bekanntlich ein massiver Strukturwandel einher, der bis heute an den Städten ablesbar ist. Neben Kasernenanlagen sind es vor allem Industriebauten, die aus ihrer ursprünglichen Nutzung herausfielen. Doch der Wissenstransfer bei der Konversion und Entwicklung solcher Industriebrachen aus dem Westen in den Osten reichte für deren Wiederbelebung nicht aus. Das vorliegende Handbuch ist daher aus einem Forschungsvorhaben des „Instituts für Neue Industriekultur“ (INIK) hervorgegangen, das sich speziell dem brandenburgisch-polnischen Grenzgebiet gewidmet hat. Entstanden ist dabei eine sehr gut lesbare und leicht verständliche Hilfestellung, die für den Umgang mit den häufig stadtbildprägenden und denkmalwerten Industriearealen ein strategisches Instrumentarium bietet.
Autor/in: Tietz, Jürgen, Berlin
Das ist das Fazit: Die Publikation ist unnötig. Die Texte sind banal, die Bilder nichtssagend, das Literaturverzeichnis diffus und nicht aktuell. Das Ergebnis ist betulich und naiv: Marktszenen und Kaffeehausszenen, etwas Citta Slow Food, kreative Klasse und lokale Wirtschaftskreisläufe – die Kleinstadt zwischen Gentrifizierung und New Urbanism. Beispiele aus der Toskana, dann aus Großbritannien, aus Deutschland, aus den USA runden das Potpourri ab: Vollkommen unerklärlich in der Auswahl, keineswegs repräsentativ und auch nicht so aufgearbeitet, dass die Ansätze oder Konzepte vergleichbar wären. Das Ergebnis ist folgerichtig das Zerrbild der Kleinstadt.
Autor/in: Klauser, Wilhelm, Berlin